Kollaboration steht im Zusammenhang mit Social Media an erster Stelle. Eine Erkenntnis die wahrscheinlich die meisten mit mir teilen können. Besonders interessant wird es dann, wenn Zusammenarbeit mit Menschen möglich wird, die man noch nie zuvor gesehen hat. Utopie? Nein, nicht im Geringsten.

Vor nicht einmal zwei Wochen wurde ich, nicht zuletzt aufgrund des ständigen Scans des Thema Social Media, auf die Facebook-Gruppe „WasIstSocialMedia“ aufmerksam. Eine frische Gruppe mit damals 24 Mitgliedern, dem Aufruf des Fan werdens bin ich gerne nachgekommen. So war ich die Person die es möglich machte, eine VanityUrl (dh: eine „schöne“ URL nach dem Schema facebook.com/schoene.url) zu bekommen. Nicht der letzte Kontakt mit WasIstSocialMedia. Der Aufruf nach Co-Admins für die Gruppe lies mir allein aus dem gegebenen Interesse heraus keine Ruhe, also bekam der Administrator der Seite elektronische Post, mit der „Bewerbung“ zur Mitarbeit.

Plattform im Aufbau

Die Entwicklung die diese Geschichte seither nimmt, ist praktisch ein Lehrbeispiel dafür, wie Projektarbeit in Zukunft aussehen wird. Der Berliner Finn Lehmann, kümmert sich derzeit um den professionellen Aufbau der Facebook-Seite, hat die entsprechenden URLs www.wasistsocialmedia.de/ /.at /.ch reserviert die auf die Facebook-Seite referenzieren und plant einige weitere Aktivitäten. So weit, so unspektakulär. Die Komponente die die Sache spannend macht, ist dass ich nun in die Prozesse rund um den Aufbau miteinbezogen bin und in unterstützenden Rolle tätig werden kann.

Verdienen tun nur wenige

Die Möglichkeit mit Menschen zusammenzuarbeiten die ähnliche Interessen und Standpunkte vertreten, die man jedoch nur als Onlinebekanntschaft hat, macht für mich die Macht und Effizienz von Social Media einmal mehr deutlich sichtbar. Projekte die aus Crowdsourcing und Onlinekollaboration haben spätestens seit der Entwicklung von Linux gezeigt, dass sie eine relevante Größe in der Wirtschaft werden (zumindest wenn es um die optimale Nutzung von Wissen geht), die Frage ist lediglich wann Systeme etabliert sein werden, in denen alle die Wissen und Zeit beisteuern dies auch in Form von Geld abgegolten bekommen, denn derzeit profitieren meiner Empfindung nach nur einige Wenige.