… na, nö. Das Facebook, Blogs, Twitter und so weiter mächtige Plattformen sind dürfte sich mittlerweile bis zum letzten Ewiggestrigen durchgesprochen haben. Zahlreiche Beispiele belegen mittlerweile sowohl positive Auswirkungen von Social Media und die destruktive Kraft die durch Webtools losgetreten werden können.

So hat es beispielsweise das Linzer Szenelokal „Gelbes Krokodil“ binnen weniger Tage auf knapp 1.800 Fans gebracht. Ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass viele namhafte Firmen darum kämpfen nicht einmal ein Zehntel davon für sich zu gewinnen. In der Vielzahl an verfügbaren Beispielen habe ich jetzt je ein positives und ein negatives Beispiel herausgenommen, die meiner Meinung nach ziemlich gut zeigen worauf wir uns in den nächsten Jahren einstellen dürfen, wenn es um die Kommunikation mit Firmen geht und die zeigen wieviel Schlagkraft vom Web ausgeht.

Der IKEA Coup

Die Idee ist ebenso simpel wie genial. Ein neuer IKEA Store in Malmö wurde eröffnet, für den Shopmanager wurde ein Profil angelegt und über zwei Wochen verteilt zwölf Bilder von Showrooms gepostet. Wer sich selbst als erstes auf einem Möbel markierte durfte, das Möbel behalten. Der virale Effekt war schlichtweg überwältigend und die Kunden so zu Werbern für das Unternehmen.

Das Kryptonite Debakel

Ein User findet einen Weg ein Fahrradschloss der Firma Kryptonite mit einem Kugelschreiber zu öffen und postet das in einem Forum. Kryptonite beschwichtigt und beharrt auf die Sicherheit seiner Schlösser. Darauf hin stellt ein User ein Video ins Internet auf dem zu sehen ist wie er das Schloss einfach knacken kann. Innerhalb von 10 Tagen verbreitete sich diese Nachricht rasant über Weblogs unter Millionen von Lesern. Zunächst nur im Internet, später sogar in der Fachpresse (New York Times). Letztendlich musste der Hersteller die Fahrradschlösser kostenlos umtauschen. Innerhalb von 10 Tagen wurden also durch einen User Kosten von 10 Mio. US-Dollar verursacht.