Vergangene Woche unternahmen wir für subtext.at, getreu dem Motto “learning by doing” den zweiten Versuch unsere Redaktionssitzung zu streamen. Einige Fehler aus dem ersten diesbezüglichen Versuch konnten wir ausräumen, allerdings liefen wir wieder in einige Anfängerfehler, die hoffentlich zu nachhaltigem Lernerfolg beitragen.

Mittlerweile haben wir uns einen digitalen Camcorder zugelegt um die Bildqualität zu verbessern und über einen optischen Zoom zu verfügen, unser Weapon of choice: Canon LEGRIA FS200 allerdings hatten wir nicht beachtet, dass das Gerät keine Webcamoption bietet. Dies führte zwei Stunden vor Streambeginn zu leichten Stressgefühlen konnte aber mittels Zukauf eines Video Grabbers überwunden werden.

Für alle die wie ich versucht haben via Google die Antwort auf die Frage zu finden: „Wie verwende ich einen digitalen Camcorder ohne Webcam-Funktion als Webcam?“ hier die Kurzzusammenfassung.

Der Video Grabber nimmt das Signal der Kamera über den Video-Ausgang ab und digitalisiert es an den USB-Eingang des Streaming-Notebooks. In den Einstellungen des Notebooks, bzw. der Streamingsoftware wird der Grabber dann als zusätzliche Kamera erkannt und erlaubt somit den Einsatz unseres, eigentlich nicht webcam-fähigen Geräts, als Webcam. Eigentlich werden diese Grabber eingesetzt um analoge Signale zu digitalisieren, funktionieren aber auch wie beschrieben.

Ein weiteres Problem war einmal mehr der Ton, unser externes Interviewmikro wollte sich in den Soundeinstellungen des Notebooks trotz digitaler Verstärkung nicht dazu hinreißen lassen ausreichend Lautstärke für den Stream zu liefern, daher mussten wir kurzerhand auf das im Notebook integrierte Mikro zurückgreifen, was bei mehreren Teilnehmern an der Redaktionssitzung und etwas abgesetzter Position für unterschiedliche (schlechte) Ergebnisse sorgte. Im dritten Anlauf werden wir eines unserer Zoom H2 Aufnahmegeräte über den Line-Out Anschluss mit dem Streaming-Notebook verbinden. Die Aufnahmequalität des H2 ist schlichtweg großartig und damit hoffen wir dann auch eine entsprechend gute Soundqualität erzielen zu können.

Muntere Fachinputs zum Thema jederzeit willkommen.