verfasst für WasIstSocialMedia.de

Ein nicht mehr ganz taufrisches Thema, aber aufgrund zeitnaher Weiterentwicklungen aktuell: Diaspora. Freak-Projekt oder Facebook Konkurrent?

Nachdem Facebook immer wieder in die Schlagzeilen kam, weil die Plattform einen sehr offenen Umgang mit der Privatsphäre seiner Nutzer pflegt, haben vier New Yorker Studenten begonnen ein Alternativsystem zu entwickeln.

Das ambitionierte Projekt konnte binnen 12 Tagen 10.000 US-Dollar sammeln um in die Code-Produktion zu gehen. Detail am Rande: einer der Spender war Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg. Ziel von Diaspora ist es, den Usern Kontrolle über ihre Daten zu geben. Mitte September wurde der Quellcode des Projekts freigegeben. Aufgrund der Tatsache, dass Diaspora als Open Source Projekt betrieben wird, können die zu diesem Zeitpunkt noch völlig selbstverständlichen Programmierfehler und Sicherheitslücken, dank einer aktiven Community relativ rasch geschlossen werden.

Das Technologie Magazin T3N hat für Interessierte bereits einen Server aufgesetzt um erste Tests im neuen System durchführen zu können (http://diaspora.t3n-magazin.de/signup), dass das System noch am Beginn steht ist unübersehbar. Dennoch ist die Idee eines Peer-to-Peer Netzwerks (dh: die User stellen Teile ihrer eigenen Kapazitäten zur Verfügung um ein performantes Netzwerk zu schaffen), und die Kontrolle über die eigenen Daten, eine unterstützenswerte. Noch im Oktober wird eine Weiterentwicklung erscheinen, man darf gespannt sein, ob ein derartiges System eine Chance hat gegen den übermächtig scheinenden Platzhirschen „facebook“.