Samstag Abend, ich sitze das erste mal seit langer Zeit allein zuhause und weiß nicht besseres mit mir zu tun. Höchste Zeit das brennende Thema Social TV am eigenen Leib zu spüren. Weapons of choice: couchfunk und “Schlag den Raab“.

Es mag auch daran liegen, dass ich mir die falsche Sendung ausgesucht habe. Aber so wirklich Freude wollte nicht aufkommen beim couchfunken, gefühlte 2/3 der Beiträge der couchfunk-Gemeinde waren sexistische Anspielungen auf die Kandidatin, der Rest recht belanglos. Aber was will ich mir erwarten bei einem Unterhaltungsformat wie “Schlag den Raab”.

Kommandozentrale für Diskussionsformate?

Die Plattform, bzw. die App als solches hat mir da schon deutlich besser gefallen. Gerade am iPad hat man mit dem Second Screen eine schöne “Komandozentrale” für den Austausch mit der Community, und über eine Seitenleiste bleibt man am Laufenden über die Reaktionen auf die eigenen Ergüsse die man so in die Community stellt. Suchtpotential ist da definitiv vorhanden und ich kann mir vorstellen, dass gerade Diskussionsformate da deutlich besser funktionieren und auch einen schönen Mehrwert bieten (Stichwort: weiterführende Links die realtime nachgeschlagen werden können, …). Vor allem die Trennung von Twitter und Couchfunk gefällt mir recht gut, wahlweise können Tweets angezeigt oder ausgeblendet werden (und ich weiß ganz genau, sobald ich in den Twitter-Client wechseln würde, wären da hunderte Tweets die mich von der Sendung wegführen würden).

Heißes Thema – na, no!

Das Thema an sich ist ja ein brennendes. Der Webmontag in Salzburg hat sich dem Thema ja bereits angenommen und im Moment überschlagen sich ja die TV-Schaffenden förmlich mit Experimenten, die manchmal besser, manchmal schlechter funktionieren.

Zum Abschluss noch eine Präsentation die das Potential hinter Social TV recht schön hervorhebt.