Ich bin kein Suchmaschinenoptimierer, und wenn ich mich mit verschiedenen Leuten dieser Zunft unterhalte, weiß ich, dass ich auch keiner sein mag. Ständig Google nachzulaufen und zu erraten was nun wirklich wirkungsvoll ist, ist in etwa so lustig, wie die ständigen Facebook-Policy-Änderungen intus zu haben. Allerdings schadet es nicht ein bisschen was für die eigene Blog-Präsenz zu tun. 

 

Wie gesagt, ich bin wahrlich kein Suchmaschinen-Optimierer, allerdings kommen meine Blogs ganz gut unter im Google Ranking (so zumindest mein subjektiver Eindruck), und das ganz ohne eine SEO Agentur hinter mir zu haben haben. Was sind also die Dinge die jeder Blogger schnell umsetzen kann, ohne in die Tiefen der SEO-Welt abtauchen zu müssen:

Die Grundlagen

Ich möchte bloggen und nicht optimieren, allerdings habe ich mir ein paar Standards (die auf allgemeinen Aussagen von verschiedenen SEOs beruhen) zurechtgelegt die ich versuche in den meisten Fällen einzuhalten

  • Keywords überlegen
    Wen mag ich erreichen? Wonach sucht die Zielgruppe? Was sagt Google dazu ==> http://www.google.com/trends/
  • Keywords verwenden
    Wie ich gelernt habe: Überschriften sind wichtiger als Fließtext, Formatierungen ebenfalls – sprich: alles was gefunden werden soll ==> besser sichtbar machen
  • Fotos ordentlich Beschlagworten
    sprich Felder wie Beschreibung und Titel ausfüllen, und die gewünschten Keywords dort verbauen
  • Nicht übertreiben
    “in gescheit” heißt das Keyword-Density, wie hoch die Dichte an Keywords sein soll darüber scheiden sich die Geister, irgendwas um 5% sollte ein guter Wert sein – checken lässt sich das zB damit: http://www.keyworddensity.com/
  • regelmäßig posten
    mag Google angeblich
  • keinen Kopf machen und den Inhalt spannend machen
    man kann, wie überall im Leben, unendlich Aufwand treiben – aber was nutzt der geilste, optimierte Text wenn nur Bullshit drinnen steht

 

Mein Toolmix

Wie ich zu bloggen begonnen habe und erstmals mit Suchmaschinenoptimierung angestriffen bin, habe ich praktisch jedes Tool und Plugin installiert, das irgendwie versprochen hat, etwas für mein Google Ranking zu tun. Man wird ruhiger :-). Mittlerweile greif ich auf einen recht überschaubaren Toolmix zurück.

  • WordPress SEO von Yoast
    Das Plugin gibt die Möglichkeit Keywords zu überprüfen, legt eine Sitemap (hilft um die Website/den Blog für Suchmaschinen besser durchsuchbar zu machen) an die man bei Google Webmaster-Tools eintragen kann, und bietet eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. Ich muss zugeben hier gehe ich recht sparsam mit den Einstellungen um. Einerseits gibts da selbst unter den Top-Experten fast religiöse Ansichten, andererseits bin ich bis dato mit den Standardeinstellungen immer ganz gut drüber gekommen.
  • ifttt.com
    Auch hier habe ich schon verschiedene Meinungen gehört, ob es gescheit ist seine Links in Bookmarking-Diensten einzutragen. Ich nutz für den TheAngryTeddy-Blog jedenfalls einen ifttt-Account um jeden Artikel in alle dort verfügbaren Bookmarking-Diensten einzutragen und auf Twitter zu teilen. Bringt also automatisiert ein paar Links, und wenn die für Google, Bing und Co. schon nix bringen, dann besteht zumindest die theoretische Möglichkeit, dass ich dort gefunden werde.
  • Easy rel=author
    Auch wenn ich kein ganz großer Fan von Google+ bin, das Autorenbild neben dem Suchergebnis nehm ich gerne mit. Das Plugin erledigt den Einbau des entsprechenden Code-Teils für mich, weil genau so wenig wie ein SEO bin auch kein Webentwickler.

Angesicht der unfassbaren Anzahl an Artikeln und Tipps von SEOs ist es für den durchschnittlichen Blogger mittlerweile fast unmöglich geworden, ganz sicher zu sein, dass das was er da macht auch wirklich positive Einflüsse auf seinen Blog hat. Dieser Beitrag hat nicht zuletzt deswegen auch den Hintergrund den einen oder anderen Optimierer dazu zu bringen, meinen Zugang mal ordentlich zu feedbacken ;-).

Dieser Beitrag erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass die SEO-Agenturen da draußen deutlich mehr machen, als ich hier aufzähle. Der Beitrag richtet sich an Durchschnittsblogger die ein bisschen was für die eigene Seite tun wollen.