Wie viele von euch wissen dürften, arbeite ich seit einem Jahr an einem E-Food Projekt (food4all@home) für UNIMARKT. Konkret bin ich für die operative Umsetzung und den Aufbau des Themas zuständig. Jetzt werden erstmals auch in Öffentlichkeit Details sichtbar. Im Rahmen eines Pressegesprächs hat die Pfeiffer Holding (deren Tochterunternehmen UNIMARKT ist – Unterlagen hier) heute recht detailliert unsere Vorhaben bis zum Herbst präsentiert. So alles klappt, und danach sieht es aus, werde ich morgen die erste Bestellung über unser System absetzen und damit den Startschuss für die operative Testphase unserer E-Food Aktivitäten starten.

Was haben wir konkret vor?

  • Test der Abholstation vorerst in einer closed beta in den nächsten 2 Monaten
  • Evaluierung unseres Systems
  • Aufbau der konzipierten Prozesse für den Lebensmittelversand
  • ab Herbst Pilotphase der Hauszustellung, gemeinsam mit der Post aus einem Forschungsprojekt heraus – auf gut Deutsch: wir haben vor mit dem Thema raus an die Kunden außerhalb unserer closed beta zu gehen

Learnings aus einem Jahr E-Food

Gekommen aus der Agenturenlandschaft als Social Media Fuzi, war es am Anfang gar nicht so leicht sich ins Projekt zu finden. Denn E-Commerce, vor allem aber E-Food verlangt ganz andere Überlegungen, als ich sie gewohnt war anzustellen. Plötzlich haben mich Dinge wie

  • Logistik
  • Prozessentwicklung
  • Sortimentsthemen
  • Projektmanagement in der Webentwicklung
  • interne Organisation und Ressourcenaufbau
  • und, und, und

beschäftigt. Eine Welt die sich weit weg von Likes, Engagement und Content Marketing abspielt. Was zwar wenig überraschend ist, aber anfangs einen schier unüberwindbaren Berg an Aufgaben und Fragestellungen aufgeworfen hat.

Da E-Food in Österreich praktisch nicht “erforscht” ist gabs auch nicht wirklich Möglichkeiten irgendwo abschauen zu gehen. “Ja, aber international!”, hab ich oft gehört und kann es eigentlich nicht mehr hören. Das Doofe an “aber international” ist, dass wir in Österreich ein verdammt engmaschiges Netz aus Filialen von Lebensmittelhändlern haben, was die Sache mit dem E-Food nicht einfacher macht. Über das nicht vorhandene Zahlenmaterial in Richtung Zielgruppen will ich mich da gar nicht erst auslassen. Zum Glück werden die Prognosen für E-Food mittlerweile rosiger und erste Studien erfassen auch Zahlen in Österreich. Damit ist heute wohl auch diesbezüglich der Startschuss für eine intensive Zeit gefallen.

Die nächsten Monate werden jetzt zeigen, wie gut unsere Vorbereitung war und ob der österreichische Markt bereit für den Onlinehandel mit Lebensmittel ist. Ich bin zwar nah dran, und sicher nicht ganz objektiv. Aber eines kann ich verraten: die ersten Tests mit der Abholstation waren vielversprechend, und allein aus persönlichem Antrieb heraus freut es mich, dass wir soweit gekommen sind – denn der samstägliche Wahnsinn im Supermarkt hat sich für mich jetzt erledigt, ich hol mir meine Einkäufe ab Mittwoch aus der Abholstation und wenn meine Freundin was braucht nutzt sie einfach unsere geteilte Einkaufsliste im Webshop. Hoff damit mach ich euch ein bisschen Lust aufs E-Food-Shopping 🙂

weitere Details zum Projekt

Hier noch ein paar weiterführende, vertiefende Links zum Thema:

 

 Es brodelt, bald kocht es. … tbc