Zwei Polizisten singen „Atemlos“ von Helene Fischer während der Streife in eine Kamera und das Netz dreht durch vor Begeisterung. Dabei kann die Geschichte auch böse nach hinten losgehen.

Kollege Dominik Fürtbauer hat sich der mangelnden Medienkompetenz in dem Zusammenhang schon in einem Blogpost angenommen. Davon ausgehend möchte da ein, zwei Gedanken ergänzen.

Scheiß aufs Urheberrecht!

Was haben wir da also? Zwei Vertreter des Gesetzes, die sich das Werk einer Schlagersängerin aneignen. Jetzt ist zwar nicht unbedingt davon auszugehen, dass die Rechteinhaberin dagegen vorgehen wird, dass das ohnehin populäre Lied weiterverbreitet wird, dennoch wird es recht wahrscheinlich keine Freigabe für die Nutzung des Werks gegeben haben. Wäre das Video privat geblieben ja auch kein Problem. Genau da kommen wir zum nächsten Punkt:

 

Scheiß aufs geistige Eigentum!

Der Berichterstattung zufolge haben Kollegen der beiden Beamten das Video bei YouTube eingestellt. Haben damit also gegenüber YouTube bestätigt Eigentümer des Videos zu sein. Also irgendwie geht das für mich alles nicht zusammen, nämlich auch vor dem Hintergrund, dass die Institution Polizei so ein Verhalten als „positiv“ einschätzt.

 

Vorbildwirkung?

Leser dieses Blogs kennen meine Einstellung zum Urheberrecht und dessen kriminalisierender Wirkung. Umso befremdlicher ist es aber, wenn die Exekutive selbst da als „Vorbild“ vorangeht und sich drüber hinweg setzt.

Gerade habe ich auf Puls4 einen Beitrag verfolgt in dem ganz stolz Nachahmer der Aktion präsentiert wurden. Tierärztinnen und Stripperinnen – vorerst. Bis dato scheint das das Helene Fischer Management nicht zu stören, was ist wenn die ersten Nasen drunter sind die dem Ansehen der Sängerin vermeintlich schaden könnten, und plötzlich Rechtsansprüche geltend gemacht werden? Was ist dann mit der Vorbildwirkung unserer Gesetzeshüter.