Kategorie: Social Media

Tools wie Instagress erlauben das automatische liken und kommentieren von Instagram Posts. Was auf den ersten, oberflächlichen Blick wie eine super Sache fürs Community Building aussieht, ist gar nicht lässig und kann deiner Marke eher schaden. Es war auch schon im Podcast mit Birgit Hajek ein Thema: Automatisierung, wie sie derzeit inflationär auf Instagram betrieben wird hilft nicht wirklich. Auch wenn dies in gewissen Online Marketer Kreisen als Wunderwaffee propagiert wird. Die Reichweiten mögen zwar "am Papier" ganz gut aussehen, ob "follow für follow" etwas bringt ist natürlich fraglich. Schließlich geht es am Ende ja immer noch darum, dass die eigenen Inhalte von einer aktiven Community konsumiert werden sollen, Like-Sammler tun dies ziemlich sicher nicht. Das Phänomen ist selbstverständlich nicht neu, ähnliche Strategien gibt es auch auf Facebook und gefühlt noch intensiver auf Twitter.

Ein Beispielinstagram marketing

Ein bisschen polemisch beschrieben, freut es mich, dass ich dem "Kollegen" aus Melbourne seinen Tag erhelle indem ich ein paar schlecht belichtete Bilder von der Leitbildpräsentation eines Linzer Fußballclubs auf Instagram stelle. Ins Geschäft werden wir wohl eher nicht kommen. Dieses recht plakative Beispiel zeigt aber recht gut, dass Automatisierung um der Automatisierung willen eher nicht funktioniert, und als das ankommt was es ist: Spam.

mr_nicepics ein Experiment

Nachdem ich ja auch gerne ausprobiere was ich hier so zum Besten gebe, habe ich mit dem Free-Trial von Instagress einen Test-Account "aufgebaut" und mir angesehen, was da so rauskommt. Regional habe ich ziemlich genau auf Österreich und Deutschland eingeschränkt, als Kommentare unverfängliche Emojis eingestellt - damit die Automatisierung nicht zu augenscheinlich wird. Der Account postet Naturfotografien. instagram marketing Das Ergebnis waren anfangs 427 Follower, nachdem das Instagress-Trial irgendwann abgelaufen ist, wurde etlichen Accounts nicht zurückgefolgt, was einen Schwund auf aktuell 366 Follower verursacht hat. Dem stehen nun 2231 Account gegenüber denen ich gefolgt bin. Auch wenn ich seit ziemlich genau einem Montag gar keine Inhalte mehr auf den Account stelle, gibt es dort nach wie vor Aktivität. Mit einer Zielgruppe aus Österreich und Deutschland haben die Likes und Kommentare aber so gar nix zu tun. Ernsthafte Kommentare oder gar Gespräche bieten sich selbstredend auch nicht an.  

Das unweigerliche Fazit

Auf was möchte ich damit hinaus? Automatisierung mag ja auf den ersten Blick recht lässig aussehen, für Content Manager in seriösen Unternehmen, wird die Nutzung wohl keine Option sein. Zu groß ist die Gefahr sich die eigene Reputation nachhaltig zu schädigen. Blöd gelaufen, die Arbeit mit der Community bleibt Arbeit.

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Friedacon Online Consulting

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