Selbst die “Profis” scheitern

Nun sind einige Tage ins Land gegangen seit der EDAY in Wien über die Bühne gegangen ist, und ich hatte Zeit das erlebte zu reflektieren. Besonders ist mir der Online-Videoaward hängen geblieben. Die „besten“ österreichischen Videos wurden prämiert. Allerdings glaube ich nicht, dass man in der Jury verstanden hat, was ein Video haben muss damit es im Internet funktionieren kann.

Messages, auch in Videos eingebettet, müssen viral wirken um im Netz erfolgreich zu sein. Kein Mensch wird ein irrelevantes Werbevideo sharen – allein schon um der eigene Onlinereputation nicht zu schaden. Denn wer spammt wird unfriended. Je subtiler, interessanter, lustiger die Message mitschwingt, desto besser wird das Video rezipiert.

Es hilft nichts, wenn jemand über drei Minuten krampfhaft und unkreativ versucht seine Ware zu loben. Ob ein Video eine Tendenz dazu hat erkennt der User ziemlich schnell und damit wird das Video weggeklickt – was übersetzt bedeutet: der Clip wird in die digitale Tonne getreten.

Onlinevideos müssen auch nicht teuer produziert sein um zu wirken. Die verwackelte Optik von Youtube-Videos sind die User gewohnt und wird auch nicht negativ aufgenommen. Natürlich ist ein verwackeltes Video kein Garant für Erfolg. Viel mehr die Relevanz und Kreativität die hinter den Videos steckt. Hinzu kommt, dass die technische Ausrüstung in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden ist, ab € 5.000,– ist professionelles Equipement zu haben. Social Media Pioniere wie Ritchie Pettauer aka Datenschmutz greifen gleich auf eine Spiegelreflexkamera mit Videofunktion zurück und erzielen damit ebenfalls gute Ergebnisse.

Das Negativbeispiel

Zurück zu den Juryentscheidungen am Eday. Zwei Beispiele sollen zeigen, wie krass Fehlentscheidungen getroffen werden können. Das Negativbespiel soll dabei den Anfang machen. Die Präsentation eines Hockers über fast drei Minuten, die weder Witz noch Kreativität inne hat wurde von der Jury mit einem Preis bedacht.

So ginge es richtig

Dagegen steht eine kreative und innovative Präsentation eines Unternehmens das sich mit Grafikdesign auseinandersetzt und mit einfachsten Mitteln den User dazu anregt das Video zu sharen. Zumindest ich musste das Video allen Personen zugänglich machen die in dieser Branche arbeiten. Warum diese Präsentation beim Eday ohne Prämierung blieb ist mir ein offenes Rätsel.

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Eday und Social Media Conference

Da ich nun schon über verschiedenste Quellen auf den Eday 2010 in Wien aufmerksam geworden bin, möchte ich nicht hinten anstehen und der Veranstaltung auch hier ein wenig Raum bieten.

Stattfinden wird sie Sause am 04. März in der Wirtschaftskammer Österreich, in Wien. Neben vielfältigen Themenblöcken zum Thema Web 2.0 und Social Media, wird dieses Jahr das erste Mal der E-Video Award vergeben. Die Kategorien für den Award sind: Online-Advertising, Online-Video, Online-Newcomer.

Laut http://2010.eday.at sind die Kategorien folgendermaßen aufgeteilt:

Folgende Themenkreise sind den Kategorien zugeordnet:

  • Online-Advertising: Online-Audiovisuelle Werbung, werbenaher Image Film, Viral Spot, udgl.
  • Online-Video: Dokumentationen, IP-TV-Formate, Wirtschaftsfilme, Educational Entertainment, professionelle Musikvideos, udgl.
  • Online-Newcomer: geringes Budget; Verwertung als Pod- oder Webcast, non-commercial, udgl.

Für alle die jetzt vorhaben einzureichen: Die Einreichfrist ist seit 08.02. vorbei. Ein Voting läuft unter http://2010.eday.at/videos.aspx?taf=. Man darf auf die Preisträger gespannt sein.

Meshed Social Media Conference

Eine weitere Veranstaltung die spannend werden dürfte, findet am 02. Juni, ebenfalls in Wien, statt. Die meshed#2 Social Media Conference. Die gelbe Website ist derzeit noch relativ leer, aber zumindest gibt es schon die Möglichkeit über Facebook, Twitter und XING an Informationen zu kommen.

Ab 04. März geht’s dann ans anmelden.

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