Sag mir wo du bist

Hab mal wieder für das Onlinemagazin www.subtext.at einen kurzen Artikel verfasst. Nachdem mich Gowalla die letzten Wochen ohnehin begleitet hat, lag das Thema auf der Hand.

Mit der Weiterentwicklung GPS-fähiger Handys, allen voran dem iPhone und der Möglichkeit, immer und überall im Internet zu sein, stellt sich nun ein neuer Trend ein. Geobasierte Webdienste, die es möglich machen, spielerisch seinen Standort im Internet zu teilen.
Einer dieser Dienste ist Gowalla. Jeder User kann zu jeder Zeit seinen Aufenthaltsort via Handy bekannt geben. Dabei wird aber nicht die bloße Adresse gepostet sondern ein definierter Spot, zum Beispiel ein Einkaufszentrum. Dafür erhält man Punkte. Ist der Spot noch nicht angelegt, kann man das gleich direkt über das Mobiltelefon erledigen, neue Spots bringen zusätzliche Punkte. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass Gowalla kontinuierlich mit Hilfe seiner Nutzer ein detailliertes Netz aus Spots zusammenträgt.

Gowalla ist wie ein Spiel aufgebaut und unterstützt auch den Spieltrieb seiner User. So können beispielsweise virtuelle Gegenstände an Spots hinterlassen werden, die andere User wieder aufnehmen können. Die Möglichkeit, sich mit Nutzern zu befreunden, ist natürlich vorgesehen und wer seinem Mitteilungsbedürfnis nachgeben will, kann seinen Aufenthaltort twittern oder via Facebook verbreiten. Dadurch soll es in Zukunft möglich sein, seine Bekannten im Umfeld zu lokalisieren und sich kurzerhand zu treffen – was die soziale Grundidee hinter dem Dienst unterstützt.

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Ohne GPS und Internet geht nix
Die Voraussetzung zur Nutzung von Gowalla, aber auch von anderen Plattformen wie Foursquare, ist ein Mobiltelefon mit GPS Empfang und Internetanbindung. Für die gängigsten Modelle steht auch eine kostenlose Applikation zur Verfügung, alle anderen können auf eine für Mobiltelefone optimierte Website zurückgreifen.

Ein Hinweis im Zusammenhang mit geotag-basierten Diensten: Initiativen wie „raub mich aus“ weisen drauf hin, dass es mit dem ständigen Bekanntgeben seiner Aufhaltsdaten potentiellen kriminellen Energien leichter gemacht wird, den idealen Zeitpunkt für den Einbruch beim Gowalla-User zu ermitteln.

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Erste wackelige Schritte: Foursquare vs. Gowalla

Nachdem ich mich vergangene Woche Foursquare und Gowalla gewidmet habe und zu dem Zeitpunkt ein fairer Vergleich aufgrund einer fehlenden Applikation von Gowalla  für Android nicht möglich war, hier ein zweiter Teil zum Feldversuch.
Foursquare scheint, zumindest was die Applikation angeht, genauer zu arbeiten als Gowalla. Die Lokalisierung arbeitet zuverlässiger als beim Konkurrenten. Außerdem sind bei Foursquare tendenziell mehr Venues eingetragen als bei Gowalla, bei denen neue Orte als Spots bezeichnet werden. Was schon recht arg auffällt, ist dass die Känguru-App relativ häufig abstürzt, was auch damit zusammenhängen mag, dass wir uns in einem frühen Stadion der Entwicklung der Software befinden dürften.

Foursquare ist etwas sachlicher gestaltet

Grafisch gefällt mir persönlich Gowalla besser, da die Software den Spieltrieb der hinter der Idee des Dienstes steht gut unterstützt. Jetzt kommt Foursquare auch nicht steril daher, aber doch um einiges langweiliger. Eine Geschmacksfrage über die sich sicherlich streiten lässt.

Gowalla kommt wie ein Spiel daher

Was die Anbindung an Facebook und Twitter angeht hat Gowalla die Nase vorne, für jeden Check-in kann gesondert angeben werden ob die angebundenen Accounts mit Nachrichten befüllt werden sollen oder nicht. Foursquare lässt diese Einstellungen nur direkt über die Accounteinstellungen zu. Was erste Friends in meiner Contactlist dazu veranlasst hat mich und meine Posts in Zukunft zu verbergen. Da ich derzeit stark experimentiere kommen auch viele Meldungen und die sind offensichtlich zu auffällig und werden als Spam wahrgenommen.

Fazit

Wer auf eine App Wert legt die stabil läuft (und das werden die meisten sein) ist gut beraten auf Foursquare zu setzen, bis dato sind bei mir damit keine Probleme aufgetaucht. Wer seinen Spieltrieb intensiver ausleben möchte und Unstabilitäten in Kauf nimmt, dessen Dienst ist Gowalla. Wer die Nase am Ende vorne haben wir, werden die nächsten Monate zeigen.
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geobasierte Dienste: der neue Buzz

Nach unzähligen Gesprächen, gelesenen Blogposts und Beiträgen schließe ich mich jetzt den Social Media KollegInnen auch an: geobasierte Webdienste sind der nächste Buzz. Die beiden Kontrahenten sind Foursquare und Gowalla. Beides teste ich im Moment.

Zum Prinzip, am Beispiel von Foursquare: ich gehe in eine Bar und vollziehe über mein Handy einen „Check in“, für jeden Check in erhalte ich Punkte. Bin ich die Person mit den meisten Punkten an einem Ort werde ich der „Mayor“ (also der Bürgermeister) dieses Ortes. Detail am Rande – in den USA, wo sonst, erhalten Mayors teilweise Gratisgetränke in ihren Stammlokalen. Die Plattform bietet selbstverständlich die Möglichkeit sich mit anderen Usern zu befrienden und Anbindung zu Facebook.

Im direkten Vergleich der zwei genannten Plattformen ist Foursquare die etabliertere Plattform, was sich für mich auch darin ausdrückt, dass es eine Applikation für Android-Phones gibt und diese auch regelmäßig upgedated wird. In Österreich passiert es mir jedoch relativ oft, dass ich „Venues“ (besuchbare Orte) erst eintragen muss, dies wird natürlich mit Zusatzpunkten belohnt.

Gowalla ist vom Spielprinzip her sehr ähnlich, über den mobilen Android Device mittels optimierter Website zu bedienen, was eigentlich ganz gut funktioniert. iPhone User dürfen sich über eine Applikation freuen.

Gowalla erweitert sein Spielprinzip gegenüber Foursquare um virtuelle Gegenstände die man an Orten hinterlassen kann und von anderen Usern wieder aufgenommen werden können. Die User sind so spielerisch in Interaktion.

Derzeit gerate ich immer wieder in heiße Diskussionen wie sich solche Applikationen für die Vermarktung einsetzen lassen können. Bisher scheint aber noch niemand die zündende Idee gehabt zu haben. Diese Entwicklung wird auf jeden Fall spannend.

Mein persönliches Fazit: Foursquare ist ein nettes Spiel das zur Interaktion anregt, allerdings muss man sich wirklich angewöhnen mitzuspielen. Ob ich eine Begeisterung aufbauen kann wird man sehen, aber bei Twitter habe ich damals auch gebraucht bis ich einen Sinn erkannt habe.

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