und ständig bastelt Facebook

Facebook hat wieder an seinen Funktionen gearbeitet. Intelligente Schnellsuchfunktion, Mailings zu den Nutzungsstatistiken von Fanpages und offensichtlich wird mir QR-Codes gespielt.
Ich gebe es zu, ich lese den Entwicklerblog von Facebook, wenn überhaupt, nur über indirekte Quellen und da auch nur sporadisch. Daher freut es mich dann umso mehr wenn neue Funktionen eingeführt werden die mir auf Anhieb gefallen und mein Facebook-Leben angenehmer machen.

Schnellsuche optimiert

Besonders schön finde ich die Schnellsuche auf, die gleich die Vorschau auf das Suchergebnis mitliefert. Durch die Erweiterung sind Kontakte relativ treffsicher zu finden, wobei die Visualisierung nun auch klar macht wie mächtig Facebook ist. Kontakte die man über mehrere Ecken kennt, tauchen plötzlich ganz vorne in der Ergebnisliste auf, einerseits praktisch andererseits konnte ich in meinem Umfeld schon Stimmen vernehmen die solche Entwicklungen mit gesunder Skepsis kommentieren. Von wegen gläserner Mensch und so. Wobei klar sein muss wer sich im Netz bewegt muss auch sorgsam mit seinem Auftritt umgehen, aber das ist eine andere Geschichte.

Die Facebook Suche gibt bereits eine Vorschau auf die möglichen Treffer

Statistiken als Wochenmailing

Besonders nett empfinde ich die Wochenmailings zu den eigenen Fanpages. Natürlich konnte man auch in der Vergangenheit die Insights seiner Fanpages einsehen und der weiteren Verwendung zuführen. Das Service einmal wöchentlich eine Zusammenfassung über alle Seiten zu bekommen ist, nicht nur eine schöne Gedächtnisstütze sondern lässt die eigenen Site auch gleich direkt miteinander vergleichen.

QR-Codes in Vorbereitung

Vor kurzem waren auch den eigenen Profilangaben auch kurzzeitig Links zur Generierung von QR-Codes, die Funktion selbst funktionierte jedoch nicht. Aber schön, dass auch Facebook auf den QR-Code-Zug aufspringt, verschiedenen Blogposts zufolge in Vorbereitung auf den Einbau von geobasierten Diensten wie Gowalla, Foursquare, usw. Ich habe mich in den letzten Beiträgen ohnehin intensiv damit auseinandergesetzt.
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Poken: Hype vorbei, bevor er anfängt?

Ich besitze jetzt seit einiger Zeit einen Poken. Der grüne Alien-Schlüsselanhänger hat sich mittlerweile etwas abgenutzt und hat bisher relativ wenig zum Austausch von Kontaktdaten beigetragen. Als wir damals für subtext.at die Dinger testen durften war ich noch davon überzeugt, dass Poken schwer einschlagen wird. Nicht ganz ein halbes Jahr später bin ich davon nicht mehr so ganz überzeugt.

poken
Alle Personen deren Kontaktdaten ich über den Schlüsselanhänger bekommen habe, kannte ich schon vorher und auch die Profile bei Xing, Facebook und Co. hatte ich schon längst gespeichert. Zu Beginn waren wir noch relativ motiviert die Menschen in unserer Umgebung auf die Teile aufmerksam zu machen, die Motivation flachte mit der Zeit aber immer mehr ab. Daran konnte auch das Punktesystem für die ständige Nutzung der elektronischen Visitenkarte, auf poken.com nichts ändern, die Vorteile waren mir nie ganz klar – da sie eigentlich darauf abzielten mit den Poken zu handeln und das war etwas, was mich als User, nicht wirklich interessiert.

Auch als der Poken-Pulse, das Businessmodell mit zusätzlicher USB-Speicherfunktion, auf den Markt kam habe zumindest ich persönlich nichts davon bemerkt, dass es zu einem neuen Schub kam, was die Verbreitung angeht. Ich halte den Poken nach wie vor für ein nettes Social Media Spielzeug, aber wenn es nur verschwindend wenige Leute gibt die es nutzen bringt’s relativ wenig.

Der Umstand, dass Poken offenkundig nicht funktioniert, hat meiner Meinung nach mehrere Gründe:

Das Handy

Sobald ich ein Handy besitze hab ich meine Kontakte dort, in meinem Fall dreifach synchronisiert über Notebook, Standrechner und Gmail, da ist ein Mehrwert von Poken nur schwer zu generieren.

Die Visitenkarte

Die klassische Visitenkarte tauscht sich schöner aus, ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich gelackte Geschäftsleute schrill leuchtende Schlüsselanhänger entgegen halten um in Kontakt zu bleiben. Da hat die geprägte Visitenkarte deutlich mehr Understatement.

QR-Codes & Co.

Es gibt jede Menge schnellere Möglichkeiten Kontaktdaten zu erfassen. QR Codes werden hoffentlich auch in unseren Breiten bald ihren Siegeszug antreten, sobald das geschehen ist reicht ein Foto eines solchen Codes und ich habe alle relevanten Daten gespeichert. Auf der anderen Seite kann ich mir vom Smartphone auch die Visitenkarte mittels OCR erfassen lassen und speichern, und was spricht eigentlich gegen den guten alten Zettel und Stift, oder die Freundschaftsanfrage via Facebook?

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