Mario Rader:
“Ich merke, dass sich meine Zeit jetzt zwischen Twitter und Google+ aufteilt.”

An alle Audio-Ästheten mit dieser Ausgabe des TheAngryTeddy.com Podcasts werdet ihr keine Freude haben. Leider hatten Mario Rader und ich mit grausligen Störgeräuschen zu kämpfen. Nichts desto trotz hatten wir ein spannendes Gespräch zu facebook, Google+, Twitter und wie sich ein Webentwickler diesen Themen nähert.

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Österreich ist ein Social Media Entwicklungsland

Heil zurück vom Kurzurlaub in Berlin, finde ich jetzt die Zeit mir Gedanken über das dort Gesehene zu machen und ich darf berichten: Österreich, du bist ein Social Media Entwicklungsland! Warum? Einige sehr subjektive Erlebnisse aus der deutschen Hauptstadt.

Freitagabend, getrieben von den Mitreisenden wurde ich ins Berliner Olympiastadion verfrachtet um mir dort das Zweitliga Spitzenduell Hertha BSC gegen Greuter Fürth reinzuziehen. Auch wenn ich jetzt kein massiver Fan bin, die Stimmung und das Ambiente ist, dann doch professioneller als die Kickerei die man in Österreich vorgesetzt bekommt. Die erste Erkenntnis, dass Österreich Entwicklungsland ist, dann kurz vor Spielbeginn: der Stadionsprechen spricht von Facebook. Die knapp 40.000 Zuschauer mögen doch bitte den Verein frienden. So simpel, so klar auf der Hand, so undenkbar in Österreich. Hertha BSC ist seit Februar auf Facebook vertreten und darf sich über knapp 25.000 Fans freuen.

Das nächste Aha-Erlebnis in der Halbzeitpause: abermals ist der Stadionsprecher der Verursacher desselbigen, tatsächlich twittert der Verein, und zwar während des Spiels direkt von der Bank aus. Man steht also während des Spiels öffentlich und direkt mit den Fans in Kontakt, auch von diesem einfach umzusetzenden Service habe ich in der Alpenrepublik bis dato nichts vernommen.

Berlin Kreuzberg, nicht unbedingt eine Gegend die dafür bekannt ist Technologien neu zu entwickeln. Aber selbst dort hat man erkannt, dass Empfehlungsnetzwerke wie Qype Kunden bringen können, und dass man mit einem fast lächerlichen Aufwand wie einem Aufkleber an der Eingangstür die Kunden auffordern kann, aktiv Empfehlungsmarketing zu betreiben. Kaum ein Döner-Geschäft, kaum ein Asia-Nudelrestaurant und kaum ein Coffee-Shop der keinen Qype-Aufkleber prominent an der Eingangstür positioniert.

Kurfürstendamm, „etwas“ hochpreisiger als Kreuzberg, doch in Hinblick auf den Wunsch von Kunden bewertet zu werden kaum ein Unterschied. Auch hier: „find us on facebook“-Sticker, Qype-Aufkleber und Hinweise auf Twitter-Accounts wohin man sieht.

Sicher ist Berlin ein Pflaster, das zu einem gewissen Grad eine Vorreiter-Rolle übernimmt (vielleicht sogar übernehmen muss). Bleibt nur zu hoffen, dass auch Österreich aufwacht – es wäre nämlich so einfach. Muss geil sein so einen Markt beraten zu dürfen, offenbar sind die Social Media Angsthasen dort weniger verbreitet als Hierzulande, möglicherweise wurden dort auch schon ein paar Ängste abgebaut.

Qype Sticker in Berlin Qype Sticker in Berlin

Qype Sticker in Berlin

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schnell & einfach zur eigenen Homepage

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Was ist eine Twitterwall

verfasst für WasIstSocialMedia.de

Twitterwalls sind im Grunde Zusammenfassungen über alle Tweets (Twitter-Nachrichten) die mit bestimmten Hashtags (Stichworten) versehen wurden. Twitterwalls werden beispielsweise  bei Veranstaltungen projiziert, sodass die virtuelle Diskussion via Twitter, der virtuelle Austausch zwischen Usern, plötzlich öffentlich in einem physischen Raum stattfindet. So haben BesucherInnen von beispielsweise Diskussionsveranstaltungen plötzlich die Möglichkeit, sind in die Diskussion einzubringen, Fragen zu stellen oder Argumente einzubringen ohne am Podium sitzen zu müssen.

Einfache Umsetzung

Umgesetzt ist eine Twitterwall relativ rasch. Als Veranstalter lege ich eine Hashtag, zB: #meinveranstaltungsname fest und kommuniziere diesen Hashtag über meine Website, Facebook, klassisch mit Aushängen vor Ort. Über Tools wie beispielsweise Twitterwallr (http://twitterwallr.com/) lasse ich dann automatisiert alle Tweets mit meinem Hashtag ausgeben. So bekomme ich einerseits einen Echtzeit-Überblick über all das was über mich gesprochen wird und mache die Twitter-User zu Mitgestaltern meiner Veranstaltung. Negative Meldungen lassen sich nämlich nicht löschen, ich muss reagieren, was letztendlich eine Auseinandersetzung mit den Wünschen meiner Besucher bedeutet. So wirkt das globale Internet plötzlich ganz lokal auf meine Veranstaltung.

Interessante Monitoringmöglichkeiten

Selbstverständlich lassen sich Twitterwalls nicht nur als Serviceinstrument einsetzen, sondern auch zum Monitoring bestimmter Themen. Interessiere ich mich beispielsweise für Socialmedia, lege ich mir eine Twitterwall an die den Hashtag #socialmedia für mich abgrast. Das Tool monitter.com erlaubt mir beispielsweise bis zu drei verschiedene Hashtags gleichzeitig im Auge zu behalten. Desktopapplikationen wir Tweetdeck bieten ebenfalls die Möglichkeit Hashtags in Echtzeit zu sammeln.

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4tägiger Social Media Workshop – letzte Chance

Mich hat gestern ein Skype-Anruf ereilt dessen Inhalt ich fast nicht glauben konnte. Der Social Media Workshop am Bodenseecamp hat gerade mal drei (!!) Anmeldungen bis jetzt. Nachdem ich mir nicht vorstellen kann, dass Menschen zwischen 16 und 27 so arrogant sein können zu glauben, sie wissen schon alles über Social Media. Hier nochmal der Aufruf zum Anmelden. Die Anmeldung läuft offiziell heute Abend ab.
Der Workshopinhalt

“IF CONTENT IS KING, THEN CONVERSION IS QUEEN.”

Postings, Tweets, Likes, Retweets – die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, unterzieht sich momentan einem radikalen Wandel. Inhalte entstehen im Kollektiv, der Journalismus der Zukunft spielt sich im Netz ab, was nicht geteilt wird, gibt’s nicht. Von Barcamps, Brecht’s Radiotheorie und Blogosphären – eine Einführung in die Grundlagen der sozialen Kommunikation und die ernsten Implikationen hinter der Spielwiese Web 2.0.

“RIGHT HERE, RIGHT NOW!”

Theorie, saftig und kurz:

- Von Brecht zur Blogosphäre: Einführung in die Grundlagen der sozialen Kommunikation
- Von RSS-Feeds zu SEO: Einführung in Grundbegriffe des Internets
- Vom Internet-Manifest zu Creative Commons: Einführung in die Grundlagen des Publizierens im Web

Praxis, kiloweise:

- Blogging: Die wichtigsten Tools und Mechanismen
- Twitter: Die Welt in 140 Zeichen
- Facebook: Fancommunities und Promotion
- Cross-Media-Publishing: Vernetzen wos nur geht
- Vorstellung wichtiger Werkzeuge zur Arbeit in sozialen Netzwerken
- Vorstellung der wichtigsten sozialen Netzwerke und Portale, Einführung in deren effiziente Handhabung

Mitbringen: Nach Möglichkeit eigener Laptop und Smartphone

REFERENTEN

Oliver Lukesch, 23, macht irgendwas mit Medien und steht dazu. Neben seinem Studium der zeitbasierten und interaktiven Medien an der Kunstuniversität Linz arbeitet er als freier Journalist, Grafiker und Webdesigner. Oliver Lukesch ist Mitgründer und ehemaliger Chefredakteur des Online-Magazins http://subtext.atsowie Vorstandsmitglied und Netzbeauftragter des Österreichischen Medienverbands.

Daniel Friesenecker, 27, ist Vorsitzender von junQ.at und Herausgeber dessen Online-Magazins subtext.at. Hauptberuflich arbeitet der Linzer als Social Media Consultant bei der BRANDS AND FRIENDS Markenmanagement GmbH, außerdem bloggt er für WasIstSocialMedia.de, ist als Ambassador bei digitalks.at gelistet und unterhält den Social Media Blog TheAngryTeddy.com.

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LIWEST – oder: Wie rückständig kann ein Provider sein

Dienstag Abend, der Arbeitstag ist erledigt und man blickt den allabendlichen Nachrichten und der einen oder anderen Sitcom entgegen. Plötzlich beschließt die Technik des größten oberösterreichischen Providers “LIWEST” in Streik zu treten. So weit, so ärgerlich, aber auch so unspektakulär.

Viel verwunderlicher ist der Umgang des Unternehmens, das eigenen Angaben zufolge 50% der oberösterreichischen Haushalte mit Kabelfernsehen versorgt. Eine Hotline war während des fast einstündigen Ausfalls des Angebots nicht zu erreichen, die Typo3-basierte Website brach offensichtlich unter der Last der Anfragen zusammen. Informationen via Facebook und Twitter suchte man ebenfalls vergeblich.

Natürlich habe ich auch selbst Twitter und Facebook mit “Fail-Meldungen” versorgt und konnte selbst nachvollziehen, dass ich lange nicht der einzige User war, der “not amused” war.

Es ist wahrscheinlich gar nicht zu bestreiten, dass bei der LIWEST während des Ausfalls einige Personen etwas nervös waren.
Allerdings sollte man von einem Provider erwarten dürfen, dass er seine Kunden auf schnellstem Wege über Ausfälle informiert. Eine stabile eigene Website, Facebook, Twitter & Co dürfen dafür eine solide, zeitgemäße Basis bilden. Ab spätestens Bürobeginn Mittwoch früh sollten sich die Verantwortlichen bei LIWEST über die Qualität der eigenen Unternehmenskommunikation machen und den einen oder anderen Berater, gerade was neue Medien angeht, Gedanken machen. Auf Twitter & Facebook steht das Unternehmen im Moment nämlich eher nicht so gut da.

Nachtrag 11.06. – Die Reaktion der Liwest

Der Fairness halber, auch die Reaktion der Liwest auf meine Beschwerde, die auch per E-Mail rausgegangen ist. Die Liwest arbeitet derzeit offensichtlich die Beschwerden ab und kontaktiert die verärgerten Kunden. Hatte gerade ein offenes Gespräch mit einem Mitarbeiter, der sich für den Fehler entschuldigte und auch nicht versuchte die Sache schön zu reden. So weit so gut. Anscheinend denkt man jetzt auch über das eigene Krisenmanagement nach. Wäre schön, wenn die Liwest aus ihrem Ausrutscher gelernt hätte, was ja für alle Beteiligten nur positiv wäre und in letzter Konsequenz auch eine gewisse Größe der Liwest zeigen würde.

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Social Media Workshop für EinsteigerInnen

Am 01. Juli werde ich, für die BRANDS AND FRIENDS Markenmanagement GmbH,  im Linzer Ars Electronica Center einen Workshop für Social Media EinsteigerInnen halten. Ziel der des Workshops wird es sein, neugierigen EinsteigerInnen jenseits der 30 bei den ersten Schritten mit Facebook, Twitter und Xing zur Seite zu stehen.

Ich würde mich über Empfehlungen freuen.

Weitere Infos auf www.brandsandfriends.at
>> Zur Einladung als PDF

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Der Teddy bloggt fremd

In Zukunft werden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen  Beiträge von mir auch auf der Plattform WasIstSocialMedia.de erscheinen. Die Kooperation mit der Plattform ergab sich, wie schon früher in diesem Blog angedeutet über die zugehörige Facebook-Gruppe.

Ein erster Artikel mit dem Titel “Was ist Twitter?” ging heute online.

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