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Aus eigener Betroffenheit und weil ich die Klappe einfach nicht halten kann :

Gleich vorweg, es handelt sich im folgenden um meine persönliche Meinung, die  nicht mit den Mitgliedern von junQ.at abgestimmt ist. junQ.at ist Mitglied des österreichischen Medienverbands.

Zweieinhalb Jahre gibt es den Österreichischen Medienverband jetzt, und die Erfolge sind überschaubar. Nicht inexistent, aber spärlich gesäht. Dem versuchte man Ende 2009 mit einem Neustart entgegen zu wirken. Soweit so gut.

Neustart bereits nach dem ersten Jahr

Auch ein halbes Jahr nach dem Neustart bekam man oft als Antwort: „das neue Team müsse sich erst finden“, die Vertretung der eignen Mitglieder musste da hinten angestellt werden, es war wichtiger Leidenschaftsthemen (wie zB eine Medienverbandsakademie) zu konzipieren. Jetzt der Supergau, der Tag der Freien Medien wird zum Desaster, der Standard zerreißt die Vertreter des Verbands ob Inhaltsleere  in der Luft, namhafte autonome Medien und Kulturinitiativen attestieren der Interessensvertretung Versäumnisse.

Der Medienverband braucht ein Profil

Krisenstimmung ist angesagt, der Medienverband braucht ein Profil – nach zweieinhalb Jahren auch höchste Zeit. Anstatt intern zu „heulen“, dass es total ungerecht ist, dass man über einen offenen Brief und nicht im Hintergrund kritisiert wird, wäre es vielleicht an der Zeit die Kritik als gegeben zu sehen und die Punkte abzuarbeiten, und zwar nicht auf Vorstandsebene sondern in einem breiten Diskurs unter Einbeziehung der Mitglieder, denn auch die stehen jetzt in der Pflicht, die Versäumnisse der Vergangenheit nicht einfach hinzunehmen.

Mitglieder müssen partizipieren

Schon über ein halbes Jahr weiß ich um die internen Stimmen die mehr Partizipationsmöglichkeiten und Einsatzwillen des Vorstands bei der Einbindung in die Medienverbandsarbeit fordern. Immer wieder wurde das auch offen angesprochen, geändert hat sich bis dato aber nichts. Demokratiepolitisch steht es schlecht um den Verband, daher begreife ich die derzeitige Situation als Chance.

Sicher kann man einen Teil der Verantwortung auch den Mitgliedern umhängen, sie waren bis dato entweder wenig an den Tätigkeiten ihres Vorstands interessiert, oder haben einfach nicht laut genug auf die Fehlentwicklungen hingewiesen. Daher sehe ich die jetzt öffentlich gewordene Kritik als bisher größte Chance zu beweisen, dass der Österreichische Medienverband doch noch zu einer ernst zu nehmenden Interessensvertretung werden kann. Der VFRÖ würde vormachen wie erfolgreiche Arbeit aussehen könnte, und ist seit Jahren erfolgreich damit. Warum also nicht die Charta der Freien Radios Österreich als Grundlage für eine Medienverbandscharta verwenden?

Blumenau hat völlig recht

Martin Blumenau kritisiert den Verband schon seit Anbeginn, anstatt ihn zum Feindbild zu machen, würde ich anregen mal genau zuzuhören – denn er fordert im Wesentlichen nichts anderes als eine ordentliche Definition (deren Notwendigkeit mittlerweile sowohl Vorstand als auch Mitgliedern bewusst sein dürfte) und hinterfragt den Begriff „frei“. Warum dies so ein Problem ist verstehe ich nicht. Die mir nahestehenden Medien subtext.at und frischluft wird es auch noch geben wenn der Begriff „freie“ Medien nicht mehr im aktiven Wortschatz der betroffenen Personen existiert.

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