Ich besitze jetzt seit einiger Zeit einen Poken. Der grüne Alien-Schlüsselanhänger hat sich mittlerweile etwas abgenutzt und hat bisher relativ wenig zum Austausch von Kontaktdaten beigetragen. Als wir damals für subtext.at die Dinger testen durften war ich noch davon überzeugt, dass Poken schwer einschlagen wird. Nicht ganz ein halbes Jahr später bin ich davon nicht mehr so ganz überzeugt.

Alle Personen deren Kontaktdaten ich über den Schlüsselanhänger bekommen habe, kannte ich schon vorher und auch die Profile bei Xing, Facebook und Co. hatte ich schon längst gespeichert. Zu Beginn waren wir noch relativ motiviert die Menschen in unserer Umgebung auf die Teile aufmerksam zu machen, die Motivation flachte mit der Zeit aber immer mehr ab. Daran konnte auch das Punktesystem für die ständige Nutzung der elektronischen Visitenkarte, auf poken.com nichts ändern, die Vorteile waren mir nie ganz klar – da sie eigentlich darauf abzielten mit den Poken zu handeln und das war etwas, was mich als User, nicht wirklich interessiert.

Auch als der Poken-Pulse, das Businessmodell mit zusätzlicher USB-Speicherfunktion, auf den Markt kam habe zumindest ich persönlich nichts davon bemerkt, dass es zu einem neuen Schub kam, was die Verbreitung angeht. Ich halte den Poken nach wie vor für ein nettes Social Media Spielzeug, aber wenn es nur verschwindend wenige Leute gibt die es nutzen bringt’s relativ wenig.

Der Umstand, dass Poken offenkundig nicht funktioniert, hat meiner Meinung nach mehrere Gründe:

Das Handy

Sobald ich ein Handy besitze hab ich meine Kontakte dort, in meinem Fall dreifach synchronisiert über Notebook, Standrechner und Gmail, da ist ein Mehrwert von Poken nur schwer zu generieren.

Die Visitenkarte

Die klassische Visitenkarte tauscht sich schöner aus, ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich gelackte Geschäftsleute schrill leuchtende Schlüsselanhänger entgegen halten um in Kontakt zu bleiben. Da hat die geprägte Visitenkarte deutlich mehr Understatement.

QR-Codes & Co.

Es gibt jede Menge schnellere Möglichkeiten Kontaktdaten zu erfassen. QR Codes werden hoffentlich auch in unseren Breiten bald ihren Siegeszug antreten, sobald das geschehen ist reicht ein Foto eines solchen Codes und ich habe alle relevanten Daten gespeichert. Auf der anderen Seite kann ich mir vom Smartphone auch die Visitenkarte mittels OCR erfassen lassen und speichern, und was spricht eigentlich gegen den guten alten Zettel und Stift, oder die Freundschaftsanfrage via Facebook?

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