Die letzten Wochen scheint es, als ob ein Ranking das Nächste jagt. Von Klout, über das FollowFriday Ranking Austria oder spielerischer über Empire Avenue, überall können sich mehr oder weniger aktive User vergleichen und mit ihrem hohen Aktivitätsgrad, der Anzahl ihrer Follower oder was weiß ich prahlen.

Den einen oder anderen Dienst nutze ich selbstverständlich auch, man will ja am Ball bleiben. Allerdings treibt der Ranking-Wahn mittlerweile merkwürdige Blüten. Jetzt mal ernsthaft, wen scherts auf welchem Platz ich beim FollowFriday Ranking Austria bin (für die Investigativen unter euch: ich erspar euch das Suchen, Platz 122 mit heißen 3 FFs letzte Woche). Diese Rankings sagen nichts über die Qualität einzelner Aktivitäten aus. Thomas Hutter hat heute einen Artikel veröffentlicht der in die selbe Kerbe schlägt, in seinem Beitrag erklärt er: „Warum die Anzahl der Fans nicht entscheidend ist.

Wer 100.000 Liker hat, hat gewonnen!

Das Aufkommen dieser Dienste heizt derzeit einen Wettbewerb an der völlig am eigentlichen Ziel, nämlich mit Kunden auf Augenhöhe zu kommunizieren, vorbei geht. Vielmehr steht Anzahl und das Gewinnen von Followern, Fans oder Likern im Mittelpunkt der Bemühungen von Marketing-Abteilungen, was weder den Unternehmen noch den einzelnen Usern etwas bringt. Erst wenn man stolz den 10.000, 100.000, 1.000.000sten Fan verkünden kann hat man es geschafft. Das 99% dieser „Liker“ nur auf das schicke Apple-Tablet scharf waren das als Lockmittel fungiert hat verdrängt man. Schließlich ist man mit einer imposanten Anzahl an Fans bestens gerüstet für den virtuellen Schwanzvergleich mit dem Mitbewerb. Weniger Liker mit einem höheren Interesse am Unternehmen wären aber wertvoller.

So funktionierts nun mal nicht …

Wird über die Relevanz von Social Media gesprochen, werden oft afrikanische Revolutionen oder Unibrennt bemüht, um zu zeigen, welche Kraft hinter sozialen Netzwerken steckt (auch ich greife oft und gern auf diese plakativen Beispiele zurück). Nur haben die Poweruser dieser Umwälzungen ganz sicher nicht auf irgendwelche Rankings geschaut oder gar iPads verlost um genügend Menschen auf die Straße zu bringen. Vielmehr war es die (zugegebenermaßen heftige) Relevanz die dazu führte, dass Dinge die bereits im realen Leben köchelten sich in virtuellen Netzwerken manifestierten und den Weg zurück ins reale Leben fanden.

Social Media hat nur bedingt mit Rankings zu tun, viel eher mit der theoretischen Möglichkeit jeder Person der ganzen Welt etwas mitzuteilen. Es ist logisch, dass Unternehmen – aufgrund des immensen Zuspruchs – diese Kanäle nutzen wollen und es spricht auch nichts dagegen, wer aber glaubt mit (sinnlosen?) Kennzahlen Erfolg vorspielen zu können ist sicherlich falsch gewickelt.Da halte ich es ganz wie Andreas Kepplinger im ersten TheAngryTeddy-Podcast.

Alles sinnlos?

Ich will Rankings und Plattformen die Zahlenmaterial liefern, aber nicht völlig vernadern. Klout halte ich beispielsweise für einen guten Weg um sich ein Bild über die Relevanz einzelner Twitter-Accounts zu machen, den Wettbewerb der teilweise um die Scores entsteht klammere ich jetzt mal wohlwollend aus. Andere Dinge wie das Social Media Ranking Österreich greifen mir ein bisschen zu kurz, alleine aufgrund von Twitter und Facebook  eine  objektive Social Media Relevanz erkennen zu wollen halte ich für blauäugig, auch wenn ich regelmäßig reinschaue.

 

Daher meine Frage an euch:

Welche Rankings machen eurer Meinung nach Sinn und liefern relevante Zahlen? Was ist Spielzeug?

 

Foto: henteaser – cc-by-nc 2.0

 

 

 

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