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Ritchie Pettauer - Mindful-social-media-marketing-podcast
Daniel Friesenecker

LinkedIn: Der alternativlose Weg zum B2B-Vertrieb? – Insights von Ritchie Pettauer | TAT0300

Österreichs Ältester Social Business Podcast

seit 2011

Willkommen zur neuesten Episode des Triple A Podcasts auf TheAngryTeddy.com! In dieser Folge haben wir einen besonderen Gast, Ritchie Pettauer einer DER LinkedIn-Experten ist DACH-Raum.
Wir tauchen tief in das Thema ein und diskutieren Berührungsängste und Exponierung im Zusammenhang mit LinkedIn. Ritchie macht deutlich, wie wichtig LinkedIn im B2B-Bereich ist und wie es als alternative Vertriebsplattform betrachtet wird. Wir erfahren auch, dass der digitale Vertrieb auf andere Plattformen verlagert werden könnte, wenn LinkedIn nicht mehr existieren würde. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bedeutung, als Experte für ein bestimmtes Thema wahrgenommen zu werden, um Kunden anzuziehen. Ritchie bringt auch das Konzept des Kundenerreichens im B2B-Bereich zur Sprache und greift dabei interessante Beispiele auf.

Wir tauchen auch in die Erfahrungen von Ritchie mit verschiedenen Tools ein, wie beispielsweise Shield und Authored Up. Er teilt seine Meinung über die Benutzerfreundlichkeit und Effektivität dieser Tools sowie seine Erfahrungen bei der Erstellung von Inhalten auf LinkedIn. Wir erfahren auch, warum es schwierig ist, Menschen zur Nutzung von Social Media zu motivieren und wie eine Demokratisierung dieses Themas erreicht werden könnte. Darüber hinaus werden Herausforderungen bei der Inhaltsverteilung auf LinkedIn und die Messbarkeit von Aktivitäten auf der Plattform diskutiert. Dies ist eine äußerst informative Episode für alle, die LinkedIn professionell nutzen möchten oder sich für die Welt des digitalen Vertriebs und des Personal Brandings interessieren. Viel Spaß beim Zuhören!

Mehr zu Ritchie findest du unter
https://pettauer.net/ und https://www.linkedin.com/in/ritchie3x3/

 

automatisiert erstelltes Transkript

Daniel Friesenecker [00:00:04]:

Und mal wieder glüht die Datenleitung. Hallo Richi, servus, schön, dass du da bist bei mir.

Ritchie Pettauer [00:00:10]:

Hallo Daniel, danke für die Einladung.

Daniel Friesenecker [00:00:14]:

Wir haben gerade mit Erschrecken festgestellt, dass wir beide schon eine Zeit lang im Spiel dabei sind. Und du vor Jahren, wird dann 2006, 2007 gewesen sein, schon mal bei mir vor dem Mikro gestanden bist, nur die Sendung werden wir wahrscheinlich nicht mehr ausgraben können. Und da ist viel passiert. Damals bist du nur als Experte für Daten, Internet und all die Dinge, die halt damals so aktuell sind unterwegs gewesen. Mittlerweile geht es bei dir ganz viel oder hauptsächlich LinkedIn und wer mich so ein bisschen beobachtet und auch so meine Postings immer wieder liest, ich bin ja furchtbar angefressen auf diese ganze Algorithmus-Hörigkeit, die da so passiert. Wie geht es an, dass ich einfach nicht Wochen daher poste und trotzdem der Linkedin-Algo einigermaßen freundlich zu mir ist?

Ritchie Pettauer [00:01:14]:

Ja, ich glaube die Freundlichkeit oder Feindlichkeit des Algorithmus ist generell überschätzt. Was wir ganz stark sehen bei unseren Auswertungen von Beiträgen, es gibt so formale Gestaltungskriterien, Bewertelänge, Anzahl von Hashtags und wenn man sich da die Mittelwerte anschaut, dann kommt man schon so zum Beispiel auf so Empfehlungen wie drei bis fünf Hashtags pro Post, weil die im Durchschnitt einfach am besten funktionieren. Aber all diese Faktoren in Summe, die machen vielleicht 20 Prozent der Reichweite aus. Der brutale Judge ist immer das eigene Netzwerk. Der Algorithmus entscheidet gar nicht, wie erfolgreich Beiträge sind. Es ist etwas, das wir uns ganz gerne einreden, dass man irgendwie sagt, ja der Algorithmus mag mich nicht. In Wahrheit liegt es daran, dass die eigenen Kontakte und oder Follower die Inhalte nicht unbedingt nicht mögen, aber zumindest weitgehend ignorieren. Ignorieren ist ja die schlimmste Form der Kritik auf Social Media. Schiffshunzen aus dem Modell kommen.

Daniel Friesenecker [00:02:08]:

Genau, ihr erlebt es irgendwie im Moment, habe ich so ein bisschen das Gefühl, es ist wie auf Facebook vor 10 Jahren, auf Instagram vor 6, 7 Jahren, irgendwie, Es gibt halt so diese Regeln, an die wir uns irgendwie halten sollen, wer auch immer die macht, weil wenn man dann fragt, wo hast du das her, dann weiß es ja üblicherweise niemand. Und ihr seht dann auch bei Postings, die ich einfach mal mache, weil ich es einfach machen mag und halt mir einen Dreck drum schere, habe ich jetzt drei bis fünf Hashtags, ist am Bild ein Gesicht zu erkennen oder nicht, sondern weil es einfach für mich gerade passt, dass ich teilweise tatsächlich angesprochen werde von Leuten, Du hast jetzt das und das nicht beachtet, lieber Experte. Wie kann man nur? Wie findet man da wieder zu ein bisschen Normalität zurück? Weil es geht Social Media, in Social ist irgendwie so sozial drinnen und irgendwie merke ich, wie ich einfach so ein bisschen die Lust an dem Netzwerk im Moment verliere, weil es einfach so ein, ja wirklich diese Hörigkeit gefühlt da ist. Oder siehst du das komplett anders?

Ritchie Pettauer [00:03:12]:

Nein, ich denke mir immer, man sollte Zwangsneurotiker zwangsneurotisch sein lassen. Ich finde es lustig, dass die die anschreiben. Mir geht es ja genauso. Ich habe manchmal Fastfire-Postings, wo ich mir denke, man macht mal ein Störgerät am Wochenende und die funktionieren super gut. Dann gibt man sich Mühe, optimiert irgendwas, denkt sich das ist genau das Thema, das mein Netzwerk interessiert. Eine gewisse Unschärfe ist immer dabei. Aber ich glaube, es sind zwei Sachen sozusagen für einen Reality-Check. Das eine ist, die Leute sind das natürlich gewohnt, mir ist aufgefallen, es gibt ein paar ehemals sehr populäre Instagram-Influencer, die wahrscheinlich auch mit fortschreitendem Alter halt jetzt auf LinkedIn wechseln sozusagen. Und die nehmen da auch ihre Strategien mit, was nicht immer sehr gut funktioniert, manchmal schon. Ich habe amerikanische Influencer gesehen, die haben hunderte Likes auf einen LinkedIn-Beitrag, der im Wesentlichen ein Screenshot von einem Tweet ist. Mit einem Wordprint dabei. Also wie gesagt, es entscheidet immer das Publikum. Aber die für mich interessantere Frage ist, natürlich, wir haben ja beide einen Marketing-Background und natürlich ist man da gewohnt auf KPIs wie Impressions oder wenn es amansierter angeht, Interaktionen oder was auch immer, welche qualitativen Parameter zu schauen. Aber wir sind auf einer B2B-Plattform. Natürlich, für das Ego ist es immer super, wenn ein Beitrag gut funktioniert, aber viel interessanter, vor allem im Kontext mit größeren Unternehmen, ist es, wie kann ich dafür sorgen, dass die passenden Personen meine Beiträge sehen. Und wenn man sehr spezialisierte Produkte verkauft, beispielsweise, was du zum Beispiel machst, eine Beratung für Podcasts für Unternehmen, wenn sich da jemand dafür interessiert, die ist einigermaßen spezialisiert, Da muss man halt die richtigen Personen, das ist bei dir wahrscheinlich Marketing, je nach Unternehmen. Und dann gibt es aber Leute, die noch viel spezifischere Produkte verkaufen. Zum Beispiel ein Unternehmen, das Ausstattung für Stahlgießereien macht. Diese Teile, wo der heiße Stahl durchläuft und so weiter. Und wenn das in einem bestimmten Teil der Welt passiert, ist das sehr schnell eine überschaubare Zielgruppe von ein paar zuständigen CEOs, Einkäufer, vielleicht einem Entscheidungsprozessbeteiligte. Und dann ist die Frage, wie kann ich LinkedIn dafür nutzen? Und was ich ja ganz stark sehe, sind zwei Welten sozusagen, die ganzen Einzelberater und Coaches, die die Plattform halt zur Eigenpromotion nutzen, so wie wir, und dann große Unternehmen. Zu den Zahlen, das ist auch etwas, ich verkneife mir oft, wenn jemand irgendein Haarne Bücher in den Schwachsinn schreibt auf LinkedIn, es taucht immer wieder auf, es ist vollkommen egal welche Uhrzeit man postet, ist tatsächlich einer der größten Einflussfaktoren. Wie gesagt, Ich habe da insofern das Glück, dass ich bei Just Connecting dabei bin und wir machen mit einer Universität in Holland jährlich große Auswertungen, wo man ein paar tausend Postings eben sozusagen statistischen Mittelwerte ausrechnet. LinkedIn ist ja da nicht so wahnsinnig auskunftsfreudig immer. Aber Letztendlich glaube ich, ist das was wir auch viel von unserer Blase, weil wir uns natürlich innerhalb der Online-Kommunikation bewegen, was wir da viel mitnehmen, ist dieses Wie werde ich der größte Influencer auf LinkedIn, wie kriege ich die meisten Follower? Das ist für Unternehmen gar nicht so ein relevantes Thema und letztendlich ist für mich natürlich auch die viel spannendere Frage, wie erreiche die Leute bei mir einen LinkedIn-Workshop buchen, als wie erreiche ich möglichst viele Leute.

Daniel Friesenecker [00:06:25]:

Ich habe im Jänner bei einem größeren Stahlproduzierenden Unternehmen, was erzählen darf man auf der Bühne und wir haben dort, also es ist das Vertriebsteam gegangen, und das Vertriebsteam dort heißt 500 Leute, also jetzt nicht ganz klar. Und wir haben eine kleine Slido-Umfrage gemacht. Ist natürlich jetzt null repräsentativ, aber hat einen Eindruck gegeben. Und ich hab dort einfach so ein bisschen abgefragt, die Stufen, wie weit seid ihr drinnen in der Social Media Welt. Und es ist halt dann schon für mich einigermaßen überraschend, außer Kummer, international tätiges Unternehmen und es geben 70 Prozent die niedrigste Stufe an und sagen, sie nutzen diese Themen und LinkedIn war natürlich ein Hauptthema dort, kaum bis nicht oder maximal beobachtend. Und jetzt kennen wir diese 1,99-Regel usw., das ist in Wirklichkeit seit Jahrzehnten, kann man mittlerweile sagen, mutum schwiert, kennen wir. Aber Warum ist es nach wie vor so schwierig, den Leuten Lust drauf zu machen, weil selbst 70 Prozent würde man jetzt einmal aufs erste Hinschauen nicht annehmen, dass es nicht nutzen. Und es heißt ja auf der anderen Seite, dass nur ganz wenige das wirklich zu ihrem Vorteil und für die Sichtbarkeit und für all das, was du jetzt gerade ausgeführt hast, nutzen. Was muss da passieren, dass das ein bisschen demokratisiert wird vielleicht?

Ritchie Pettauer [00:07:59]:

Ja, ich glaube, da ist einerseits sozusagen die Berührungsangst, sich da zu exponieren, spielt vielfach eine Rolle. Auf der anderen Seite ist natürlich immer die Frage, wer im Unternehmen das tut. LinkedIn hat ja, verwendet ja gerne den Begriff Frontline Workers, also die MitarbeiterInnen, die Kunden Kontakt haben Und ich glaube, gerade im Vertrieb ist es völlig alternativlos. Wir wissen jetzt, in der Pandemie ist sehr viel passiert. Ein noch viel größerer Teil der Recherche im B2B-Bereich hat sich auf Online-Plattformen verlagert. LinkedIn ist vollkommen alternativlos momentan. Ich bin kein Freund von Monopolen, aber im Endeffekt spielt es keine Rolle. Wenn LinkedIn von heute auf morgen verschwinden würde, dann könnte ich LinkedIn-Workshops nicht mehr verkaufen. Aber digitaler Vertrieb würde sich dann halt auf andere Plattformen verlagern. LinkedIn ist praktisch, weil man so leicht durch diesen Business Craft, die Person in Unternehmen findet. Man kann aber auch auf andere Art und Weise recherchieren. Aber das grundlegende Prinzip, das ist auch das, was ich am spannendsten finde. Natürlich als Nerd versucht man gerne immer ein bisschen Algorithmus zu verstehen. Aber was ich eben spannender finde ist, wie kann ich einen Prozess abbilden, dass tatsächlich ein nennenswerter Teil an Kunden mich auf Incoming wahrnimmt und mich als Experten für ein bestimmtes Thema wahrnimmt und ich mich auch als Dienstleister oder als Verkäufer interessant mache. Und das ist ein bisschen so, ich bin überrascht, wie schnell es im B2B Bereich gegangen ist. Marketer sind sich heute relativ einig darüber. Wir verkaufen keine Klingeltöne mehr, aber das Klingeltonverkauf kennen wir noch. Aber wenn ich irgendwelche Produkte heute an 14-Jährige verkaufen werde, dann brauche ich die keine Fernsehwerbung mehr schalten. Das, was zum Beispiel die Kassen Jamba oder so etwas die früher gemacht haben, würde nicht mehr gehen. Sparabend. Ja, genau. Dann muss ich halt, keine Ahnung, TikTok oder YouTube oder was auch immer andere Plattformen nutzen. Und im B2B Bereich passiert genau dasselbe. Man wird einen großen Teil von Einkaufsentscheidern nicht mehr erreichen oder zumindest nicht in einem sehr wichtigen Weg der Entscheidungskette. Und eine Sache, die mich total befriedigt, was ich echt schön finde, weil das bei Social Media noch nie so war, ich habe in den Schulungen auch mit vielen großen Unternehmen zu tun und es gibt null Korrelation zwischen dem Alter und dem Aktivitätslevel. Ich hatte letztens ein Vertriebsteam, Da war der bei weitem aktivste mit über 10.000 Followern, der war glaube ich

Daniel Friesenecker [00:10:21]:

56.

Ritchie Pettauer [00:10:23]:

Jüngere Leute gibt es, die viel machen, aber welche, die nichts tun. Aber ich glaube, weil du gefragt hast, was man da tun kann, das mehr zu demokratisieren, Ich sehe halt zwei Haupttreiber. Die intrinsische Motivation und für Vertriebler eher naheliegend, wenn ich sage, ich habe meine Kennzahlen, die ich erfüllen muss. Aber was auch immer mehr kommt, ein Top-Down vom Unternehmen. Also wir müssen jetzt LinkedIn mehr nutzen. Klassiker ist auch, das ist schon mehrmals erlebt, Unternehmen kauft, brauchen eine Sales Navigator Lizenzen, Leute können die Lizenzen beantragen und drei Monate später evaluiert man, kommt irgendwie drauf, drei davon verwenden einmal im Monat Sales Navigator. Und Das ist etwas, was wir ganz stark sehen. Man muss die Leute schulen, nicht im Sinne von einem einmaligen Vortrag, sondern man muss die an der Hand nehmen und die müssen LinkedIn so lang und intensiv nutzen, dass sie auch tatsächlich Resultate sehen. Das ist auch sicher nichts, was von heute auf morgen passiert. Und ich denke, wir Unterschätzende sind mir recht leicht, weil wir es gewohnt sind, von Anfang an zu schreiben und zu posten und so weiter. Wenn man kein erfahrener Copywriter ist, wenn man vielleicht nicht einmal wirklich weiß, wie man Medien bearbeitet, dann braucht es schon einiges an Vorwissen. Ich finde es nicht so trivial, ein gutes LinkedIn-Posting zu machen. Oft tut man so, ja, da brauchst du noch eine gute Idee und schreibst irgendwie. Wir machen das ständig, aber ich sitze oft bei einem Posting mit einem Bild eine Stunde oder länger, geschweige den Dokument oder Video. Und das ist aber tatsächlich ein gut eingerichtetes LinkedIn-Profil, sorgt schon dafür, dass man gefunden werden kann, aber Laufendes Veröffentlichen von Beiträgen und noch dazu in einem hohen Umfang kommentieren, sind sehr wichtig Und ich glaube, es ist auch noch ein pragmatischer Faktor. Die Unternehmensführung oder die Zuständigen müssen das auch wollen und die Ressourcen freischaufeln. Da spielen mehrere Komponenten mit. Wie sehr ist die oder der CEO quasi da Vorbild. Aber vor allem bin ich schon überlastet mit so vielen Aufgaben und dann soll ich halt an meinem durchschnittlichen neun-Stunden-Tag noch zwei Stunden LinkedIn dazu machen. Das ist dann auch schwierig. Man braucht schon sehr viel Commitment auf verschiedenen Ebenen, denke ich.

Daniel Friesenecker [00:12:27]:

Jetzt ist ja dieses Stichwort Social CEO und die Führungskräfte müssen raus. Das ist ja auch in Wirklichkeit eine Forderung, die ich auch kenne, seit Social Media gibt. Und neulich habe ich gelesen, ich bewerbe mich nicht bei Unternehmen, auf denen der CEO nicht auf Social Media aktiv ist, wo man ehrlich gesagt dann noch mal so einen tiefen Schnaufer auskommt, weil ja irgendwie, weil wir kennen das ja auch, dass halt dann die Profile irgendwie von der Assistenz bzw. Vom Vorzimmer gepflegt werden und dann recht wieder nicht die Person dahinter ist, die eigentlich mag. Jetzt haben wir aber genau diese Hürden mit dem Einstieg und vor denen stehen ja auch die Führungskräfte. Da gibt es die Einzelnen, die machen super, andere fühlen sich ein bisschen genötigt, dass da jetzt auch hin kommen. Ohne dass wir jetzt anfangen mit Profilbild sauber einzupflegen und einen Slogan einzugeben. Aber was sind die Dinge, mit denen ich mich qualifiziert auseinandersetzen muss, die vielleicht gar nicht ins Technische hineingehen, damit ich einfach eine Grundlage für einen ordentlichen Auftritt schaffe? Oder was siehst du, was geht da oft gerne mal an und ist halt dann vielleicht nicht so gut?

Ritchie Pettauer [00:13:52]:

Also ich glaube die Grundlage für alle praktischen Tätigkeiten von der Profilgestaltung über wen füge ich als Kontakt in meinem Netzwerk hinzu, wen lieber nicht, bis hin zur Auswahl der Themen, ist die Grundlage, worüber will ich sprechen und welche Personen will ich erreichen. In dem ganzen Personal Branding ist ja ein ganz zentraler Punkt, dass wir sehr interessiert sind an Expertinnen und Experten, je spezialisierter jemand ist. Und da muss man schauen, wie groß ist der Markt. Wenn du hergehst und in Oberösterreich eine Onlineagentur für Flughafenmarketing machst, wirst du ein Problem haben wahrscheinlich. Weil es gibt sehr wenig und wenn nur kleine… Ich glaube schon. Ja, ich vermute. Wenn du dasselbe in Mitteleuropa machst, dann könnte es schon eher funktionieren. Es ist zu wissen, wie groß meine Zielgruppe ist. Oft hat man in der Praxis auch das Problem, dass man im Unternehmen oder im Vertrieb nicht nur mit einer Zielgruppe zu tun hat. Aber da muss man sich tatsächlich überlegen, worauf man sich spezialisieren möchte. Das ist eine Sache, die ein bisschen backfiren kann. Das wird oft wenig diskutiert beim Personal Branding. Ich habe letztens für mich ein recht lustiges Erlebnis gehabt. Ein Kunde, für den ich schon länger arbeite, hat dann irgendwann gefragt, also ich habe Workshops gemacht und sagte ihm so, man kannst uns wen empfehlen für LinkedIn-Kampagnen, wir suchen halt noch jemanden. Und ich habe dann gesagt, ich bin nicht zertifiziert und ich mache das ja. Und er so, was? Ja, gern, aber wir hatten keine Ahnung. Und ich war aber der Meinung, dass ich relativ viel darüber geredet habe, dass ich mein Zertifikat deutlich sichtbar im Profil habe. Das war für mich wieder einmal, es war echt sehr amüsant, weil so ein Learning ist, was wir glauben, was wir da tun und was Leute tatsächlich mitkriegen, das matcht oft auch nicht. Und Die von mir sehr sehr geschätzte Natalia Wichowski, die hat vor Jahren mal zu mir gesagt, Personal Branding hat ganz viel damit zu tun, dass wir alles ständig das gleiche erzählen, in kleinen Variationen. Und ich glaube, das braucht einfach lang, bis so ein Bild entsteht. Und eine zweite Sache, die ich auch erst im Laufe der Zeit gelernt habe, deswegen kriege ich echt mit, mir wird körperlich übel, wenn da irgendjemand zehn Leads pro Woche oder diese ganzen Automatisierungsgeschichten, es funktioniert in der richtigen B2B-Welt ja überhaupt nicht so. In den meisten Fällen, wenn du jetzt was mit Podcast machst, hast du keine Ahnung von einem Unternehmen, ob die überlegen, machen wir einen Podcast oder nicht. Ich habe keine Ahnung, ob ein Unternehmen mehr auf LinkedIn machen will. Jetzt kommt vielleicht ein Zeitpunkt, wo es irgendeinem Kunden, der Geschäftsführer auf einer Konferenz, egal, oder Hauptquartier sagt, tut’s was, macht’s am Podcast, macht’s mehr auf LinkedIn. Und genau an dem Punkt sollten die dann an die oder mich denken. Damit das passiert, muss vorher sehr viel Kommunikation passieren. Und die andere Sache ist, das verstehen auch viele nicht. Das heißt natürlich nicht, dass du ihnen deine Beratung verkaufen wirst. Das heißt nur, dass die an dem Punkt mit dir in Kontakt kommen und wahrscheinlich im Normalfall mal reden wollen, ein Angebot anfragen, was auch immer. Und Ich mache jetzt seit acht Jahren quasi nur LinkedIn und ich habe ein, zwei Mal was verkauft auf LinkedIn, wo jemand geschrieben hat, bei uns ist ein Keynote-Speaker ausgefallen, hast du kurzfristig Zeit, übermorgen Konditionen, so und so. Normalfall ist der Prozess eigentlich immer, reden wir mal, das ganze B2B-Business basiert ja sozusagen darauf, meiner Ansicht nach, das LinkedIn oder andere Funnels, wie man das nennen will, die zu einer One-to-one-Kommunikation hinführen. Dann beginnt das eigentliche Verkaufsgespräch.

Daniel Friesenecker [00:17:16]:

Und dann kommen wir ja wieder genau in ein Thema, das wir immer wieder haben, dass man ja in dieser Online-Welt, hier ist ja alles so toll messbar und ich kann ja das alles nachvollziehen und jetzt sind wir aber da komplett aus der Messbarkeit draußen. Und wenn man jetzt wieder an unseren Führungskraft denkt, der dann natürlich irgendwann fragt, was bringt das und der vielleicht auch schon gesehen hat, okay die Leute haben den Selbstnebelgeber nicht genutzt, vielleicht nutzen sie aber an andere Stellen von LinkedIn, was sehr wohl gut funktioniert. Natürlich weiß ich, dass du jetzt nicht die eine Antwort hast, die jetzt alles lösen wird. Aber wie muss ich mich im Mindset aufstellen, welche Fragen muss ich auch vielleicht ins Team hineinstellen, ein Gefühl dafür zu bekommen, funkt das jetzt irgendwie, was wir da tun?

Ritchie Pettauer [00:18:06]:

Das ist, glaube ich, auf LinkedIn ist die Situation, was die Messbarkeit betrifft, noch einiges extremer. Und ich rede jetzt nicht davon, ob die in der Statistik zu viel oder zu wenig Parameter zur Verfügung stellen. Oft ist unwissen, viele Leute wissen nicht, dass die Impressions nicht unique sind auf LinkedIn. Es kann auch aufgefallen sein, dass man öfter mal das gleiche Posting doppelt sieht und so. Deshalb ist es gar nicht so der große Punkt. Da gibt es die Interaktionsstatistiken Und ich glaube, das kennt auch jeder. Die Personen, die interagieren, kommentieren, sind halt häufig die, die garantiert niemals seine Kunden werden. Weil vielleicht andere Online-Marketing-Berater sind, aber denen man halt schätzt, mit denen man in Austausch ist. Die machen dann sehr stark für die Kunden sichtbar. LinkedIn hat eine extreme Zusammensetzung des Publikums. Wir wissen ein kleiner Prozentsatz an Leuten, die regelmäßig posten, was vielleicht nicht ganz so bekannt ist, auch nicht so ein großer Prozentsatz an Leuten, die regelmäßig liken und kommentieren. Plus, Keine schweigende Minderheit, sondern eine schweigende Mehrheit. Tatsächlich. Die regelmäßig den Feed lesen. Fear of missing out. Die will wissen, was in meiner Branche passiert. Aber vollkommen egal, ob denen ein Beitrag super gut gefällt oder nicht. Die liken und kommentieren nicht. Es gibt in Online-Zeitungen wie im Startertag genug Leser, die nur ihr Dick lesen, aber niemals kommentieren. Und die kriegst du auf keine Art und Weise mit. Und was ich mir angewöhnt habe, und ich glaube, das ist etwas, was man machen kann, sich zu überlegen, vom Endpunkt her zu messen, Wenn mich ein Kunde kontaktiert, dann frage ich immer, wie sind Sie oder wie bist du auf mich gekommen? Und entweder ist es eine Empfehlung oder das passiert halt oft persönlich. Wenn es über LinkedIn ist, dann sind es so gut wie immer Leute, die sagen, ja ich habe schon öfter was gelesen von dir auf LinkedIn, hat mir ganz gut gefallen. Aber es sind nie Leute, die ich mitbekommen habe. Und das war für mich auch so ein Indikator. Sicher, ab dem Moment, wo ich Kampagnen mache oder wo irgendein externer Teamspiel ist oder ein Lead Generation Tool, da kann ich die Leute tatsächlich fassbar machen. Aber vorher kann ich es wirklich fast nur von der Resultatseite her messen. Und wie gesagt, es ist gar nicht so, dass Impressions oder Interaktionen notwendigerweise mit mehr Business korrelieren. Ich bin vielleicht ganz pragmatisch, wenn man auf die eigenen LinkedIn-Beiträge schaut, sie geben mir so ein paar qualitative Daten her, wo du da anschauen kannst, die häufigsten Gegenden, Jobtitel, Branchen, aus denen die Viewer dieses Beitrags kommen. Da schaue ich mir halt immer ganz gerne die Jobtitel an, weil die sind ein gewisser Indikator. Wenn ich jetzt was als Vertriebsverantwortlich erreichen will und lauter IT-Lehrer lesen meinen Beitrag, dann passt vielleicht das Matching nicht so ganz.

Daniel Friesenecker [00:20:40]:

Jetzt bist ja du doch in der Welt der Daten daheim.

Ritchie Pettauer [00:20:44]:

Ja, richtig.

Daniel Friesenecker [00:20:45]:

Und Jetzt gibt es ja auch diese Tools, die man da draufsetzen kann. Shield ist wahrscheinlich das, was dann am öftesten kommt. Ich habe bei mir so ein Nischending, Laufen, das heißt in Lytics, wo man einfach ein bisschen mehr rauskriegt als das, was LinkedIn uns jetzt einfach mal auf der Oberfläche gibt. Was würdest du denn sagen, was schaue ich mir denn sinnvollerweise auch in welchen Frequenzen an, weil es wird keinen Sinn machen, täglich in diesen Statistiken drinnen zu hängen und zu versuchen, in Echtzeit zu optimieren. So geht ja das nicht in der Regel.

Ritchie Pettauer [00:21:18]:

Ja, ich verwende Shield seit Tag 1 und bin aber so eine faule Analytics-Sau, dass ich ständig hinterherhänge mit den Decks eintragen. Das wäre für mich das Sinnvollste von Shield, dass ich meine Beiträge quasi kategorisieren und clustern kann. Das ist halt viel händische Arbeit und von der Usability her nicht so toll gemacht. Allerdings werde ich jetzt dann demnächst meinen Schildvertrag doch beenden, weil es meiner Meinung nach eine bessere Alternative gibt. Ich bin ein großer Fan von Authored Up von der Ivana Dorobovic. Die wird jetzt demnächst aus der Beta launchen in einem kommerziellen Produkt. Haben jetzt einige 10.000 User bereits und die haben ja in einer neuen Version einen Analytics-Teil integriert. Und wie gesagt, wenn ich gerne Grafiken habe, Followerwachstum und so weiter, es schildert vielleicht die bessere Option. Mich interessiert an der ganzen Analyse eigentlich nur, dass ich mir höchstens einmal im Monat anschaue, welche Beiträge haben am besten funktioniert, welche haben besonders schlecht funktioniert. Einzelfälle sagen nicht viel aus, aber dass man da vielleicht ein paar Hypothesen bildet und das ist so cool, weil das ist bei AuthorDub nur so ein kleines Nebending, aber einfach so verdammt gut gemacht. Also das, Ich glaube, man, wie gesagt, nachdem sehr viele Einflussfaktoren hat, ich war schon Postings gehabt, ein, zwei mal, die dann irgendwie drei Views kriegen, weil der integrierte Spam-Alert fälschlich anschlägt und theoretisch wäre der Prozess ja dann so, dass jemand von LinkedIn drauf schaut, aber das dauert oft relativ lang bei den deutschsprachigen Beiträgen und die Sachen darf man natürlich auch nicht überbewerten.

Daniel Friesenecker [00:22:53]:

Spam-Alert ist auch so ein Thema. Es geht ja der Mythos dass LinkedIn tendenziell kritische Beiträge, die, was LinkedIn geht, dann in der Reichweite einschränkt. Jetzt habe ich vor ein paar Wochen für meine Verhältnisse ein relativ gutes Posting ausgegeben, in dem ich mich ganz grundsätzlich einmal über die Nicht-Authentizität mit diesen ganzen Verkaufshannys, die da draußen sind, halt thematisiert habe. Ich bin völlig unlike für Instagram, auf einem Steg, an einem Bodeteich, Gesicht nicht erkennbar, Also alles furchtbar für ein Algo gesessen und das war mit Abstand eines der reichweitenstärksten und mit Interaktion und Kommentaren ausgestatteten Dinger, die ich in letzter Zeit gehabt habe und hat halt einfach genau der Kommentar, der auch darunter gestanden ist Und dieses Posting wird jetzt nicht rausgehen, weil es ja kritisch ist. Das hat es einfach konterkariert. Wieviel ist dahinter? Du bist einfach viel mehr in den Daten. Dass das jetzt ein Einzelfall sein kann, ist mir natürlich völlig klar.

Ritchie Pettauer [00:23:56]:

Nein, das ist kein Einzelfall. Ich meine, dass LinkedIn Beiträge beschränkt, die kritisch gegenüber der Plattform sind, ist absoluter Bullshit. Das ist aber auch nicht notwendig. Ich kenne auch einige der Leute, die bei LinkedIn für das Datenmodell verantwortlich sind und nein, das ist nicht ihr Interesse. Wenn du dir anschaust, es ist nicht nur dein Beitrag, ein paar der erfolgreichen deutschsprachigen Beiträge der letzten Monate waren, welche sich sehr kritisch mit LinkedIn auseinandersetzen. Ich sehe das komplett anders. Als die vor kurzem die Activitybox überarbeitet haben, habe ich mich beschwert, warum man da nicht bitte ein fluides Layout macht. Wenn sich das Bildformat ändert, dann hast du bei den alten Thumbnails halt das Text abgeschnitten, das braucht man nicht unbedingt. Und hab dann ein bisschen rumgespötelt und auch bei LinkedIn kommentiert. Das hat dann daran geendet, dass der Verantwortliche für das Design mir eine Kontaktanfrage geschickt hat und wir halt hin- und herschreien. Ich finde, im Vergleich zu dem, wie ich Meta immer erlebt habe, und ich habe ja früher eine große, unter Anführungszeichen für Österreich, große Facebook-Kampagnen und so gemanagt, das war bei Google noch immer viel einfacher. Meta war immer sehr distanziert, ich weiß noch nicht, wenn du irgendwie 100.000 im Monat reinwirfst, dann hast du einfach keinen Ansprechpartner gehabt. Und was ich an LinkedIn echt mag, ist, dass die halt wirklich sehr accessible sind. Und wie gesagt, natürlich wird am Algorithmus immer rumgetunet, aber jetzt weniger mit einem ideologischen Hintergrund. Ich glaube, das muss man tatsächlich kommerziell sehen. Wie viel Werbung kann ich unterbringen? Wie tariere die anderen Inhalte so aus, dass die Leute möglichst viel Zeit im Newsfeed verbringen. Und jetzt mit dem neuen Algorithmus-Update im Juni, da hat die Linke wieder einmal ausführlicher dokumentiert, wo alle so, Oh no, oh no, wir kriegen weniger Reichweite. Wo sie gesagt haben, sie wollen quasi tendenziell, jetzt überspitzt ausgedrückt, die verheulten Selfies reduzieren und wieder mehr Fachbeiträge setzen. Das geht ja sinnvollerweise mit einer Reichweitenreduktion einher. LinkedIn ist, das passiert immer wieder, aber an sich ist LinkedIn keine Plattform für virale Inhalte, sondern eine Plattform, sich mit einer sehr, im Idealfall sehr genau umrissenen Zielgruppe zu unterhalten. Und wie gesagt, insofern finden ja diese Algorithmus-Paniken und so weiter total lächerlich. LinkedIn hat versucht, relevante Inhalte auszuspielen, das gelingt mal mehr, mal weniger, aber sie analysieren halt immer sehr gut, was da passiert und iterieren das meiner Ansicht nach auf eine sinnvolle Art und Weise.

Daniel Friesenecker [00:26:14]:

Jetzt haben wir ja Dieses Thema, das uns alle nervt, einfach diese Sales-Menschen mit ihren Systemen, mit ihren InMails und all dem, was uns halt einfach am Nerv geht, so irgendwie Stichwort Prachtlax, die in dem Thema drinnen sind, wissen was es ist, die anderen dürfen googeln. Was mache ich als User, mich von diesen Dingen halt möglichst gut zu schützen? Ich meine, komplett wegbringen, wäre das nicht. Aber wie schalte ich einfach diese unsäglichen Nebengeräusche aus? Weil das merke ich schon auch in der Erzählung, das hört man relativ schnell einmal. Ah ja, das ist diese Geschichte, wo halt alle mich angeheilen, gerade wenn ich Führungskraft bin, habe ich das ja auch selber im Konzern erlebt, was da auf dich hereinbricht, wenn du auf einmal da einen Titel hast. Ja, wie bringe ich das möglichst gut weg?

Ritchie Pettauer [00:27:13]:

Ja, das ist natürlich das, was Leute am allermeisten nervt. Was man nie wegbringt sind so diese dubiosen bis sehr windigen Kontaktanfragen, eben Klassiker, Kontaktanfrage, man nimmt es halt mal an, weil man gerade gut aufgewirkt ist und zwei Minuten später automatisiert, wollen wir nächste Woche nicht mal zoomen, du brauchst doch sicher eine neue Homepage. Im Laufe der Zeit kriegt man da ein Gespür dafür. Ich kann nur sagen, möglichst alles, was auf den ersten Blick dubios ausschaut, ignorieren, was Kontaktanfragen betrifft. Da gibt es einen kleinen Hack. Wenn man bei den Kontaktanfragen auf alle geht, dann kann man Leuten, wo man sich nicht sicher ist, mit so einer blauen Link-Nachricht, wenn man einen Link in den Gratis-Konto hat, kann man an sich nur Kontaktnachrichten schreiben. Auf die Veranfragungseite kann man schreiben und die haben mir angewandt, immer wenn ich mir nicht sicher bin, ist das eine legitime anfrage oder nicht, dann schicke ich so eine Standard-Nachricht und sage quasi, danke für die Anfrage, wie hast du mich gefunden? In neun von zehn Fällen kommt dann nichts zurück und dann ignoriere ich es. Ich habe mir das jetzt nicht hundertprozentig ausblenden können, aber ich kann mich erinnern, ich habe bei einem meiner ersten Social Media Workshops, da ist es damals, da hat Facebook die Pages recht neu eingeführt gehabt und da habe ich es am Vortag gehalten und da ist ein Geschäftsführer gekommen zu mir und hat gesagt, ja ich verstehe ja schon, was Sie da sagen, warum Social Media relevant ist, aber ich nutze jetzt Facebook schon zwei Jahre oder so und Ich sehe da nur immer kompletten Krempel. Und ich habe dann zu ihm gesagt, es könnte möglicherweise daran liegen, dass sie die falschen Freunde haben. Aber Kinder, ich war schon früher davon gewarnt, man sucht ja nicht die falschen Freunde. Aber auf LinkedIn ist es halt noch extremer, wenn Leute sagen, ich sehe nur Blödsinn, ich sehe nur uninteressante Inhalte, dann ein paar Content Creators folgen. Und ich finde auch, wenn man davon ausgeht, dass LinkedIn zumindest die Abbildung eines gewissen Teils des Business Lebens ist, warum soll es dort nur spannende Inhalte geben? Das ist quasi wie die richtige Welt. Ich hole da schon sehr viel Experten- und Insiderwissen für mich heraus. Es ist ein Austausch, der funktioniert und es sind halt viele nicht so prächtige Lachse, die da trotzdem versuchen mitzuschwimmen.

Daniel Friesenecker [00:29:15]:

Wenn ich dich jetzt schon mal da habe, und ich meine, du lässt ja nur ein bisschen aufblitzen, wie tief das Wissen zum Thema ist. Wir nehmen uns ja schon sehr lange wahr. Aber hast du so ein Nugget, das du hergeben kannst, das Leben auf LinkedIn erfolgreicher, schöner, wunderbarer zu machen?

Ritchie Pettauer [00:29:39]:

Ja, es ist immer schwierig, weil in der Bubble viel, was man erzählt, denkt man halt, Old News. Und da merkt man aber, dass Leute, die nicht hauptsächlich LinkedIn machen, sich auf einem gewissen Grad damit beschäftigen, das gar nicht wissen. Das Wichtigste im Newsfeed, und einige von euch werden das sicher kennen, LinkedIn stellt die Beiträge ja alle mit dem Breakpoint, mehr lesen oder read more da, wo ich die ersten die 160 Zeichen je nach device dargestellt habe und dann folgt der Rest des Textes. Weil LinkedIn so viele inaktive NutzerInnen hat, die nie liken und kommentieren, haben sie ein Problem mit dem Algorithmus. Weil wenn ich sozusagen basierend auf den Social Signals die Inhalte anpasse, dann geht es nicht, wenn jemand keine Social Signals abgibt. Fertig. Also bin ich graduell immer mehr dazu übergegangen, ab Juni 2019 die Verweildauer auszuwerten und mittlerweile ist es so, dass ein Klick auf dieses Weiterlesen dir mehr Reichweite innerhalb deiner Follower bringt als ein Like. Das finde ich schon ziemlich hammer. Und das bedeutet in der Praxis, deswegen sind sehr viele Links in Beiträge gerade von Profi-Creatoren eben so geschrieben, wie sie geschrieben sind, dass dieser Lied, dieser erste sofort sichtbare Teil, der sollte möglichst Neugier erwecken und die Leute zum auf mehr klicken bringen. Jetzt sind wir aber auf einer B2B Plattform und dieses Neugier erwecken hat eben nicht damit zu tun, dass ich wie im Boulevard irgendwas antieße von einer dreischwänzigen Katze oder gar keine Ahnung die lustigsten Biberfotos, sondern das muss halt sehr zielgruppenspezifisch sein. Und zum Beispiel wenn die EU eine Baurechtsnovelle verabschieden würde, dann könnte das super super relevant sein für Baurechtsjuristen. Wird für ziemlich alle anderen Shops mega uninteressant sein. Das heißt, was ich sehr skeptisch sehe, diese Templates für gute Deals, man muss überlegen, worauf springt meine Zielgruppe an und dieses Nugget sozusagen sofort vor dem Weiterlesen unterbringen und dann detaillieren. Das ist die beste, sinnvollste Sache, die man momentan machen kann, dass man sich das beim Wording überlegt. Und man kann sich händisch aussuchen, wo dieser Umbruchpunkt folgt, indem man an der Stelle ein doppeltes Enter macht. Damit das auch nicht mitten im Text aufgeschnitten wird.

Daniel Friesenecker [00:31:45]:

Okay, etwas gelernt.

Ritchie Pettauer [00:31:49]:

Und wenn ihr auff and up installiert habt, habt ihr ja auch die Vorschau dazu, das kommt wirklich dringend in Folge.

Daniel Friesenecker [00:31:54]:

Damit ist auch klar, dass auff and up in den Show Notes natürlich Platz finden wird. Richi, vielen herzlichen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, dass du uns auch ein paar Dinge zurechtgerückt hast und ich hoffe, dass wir uns schneller mal wieder zumindest digital sehen. Vielleicht geht es sich tatsächlich im echten Leben auch mal aus.

Ritchie Pettauer [00:32:15]:

Ja, nachdem ich nicht weit weg bin mehr von Linz, sollte man das wirklich einmal machen.

Daniel Friesenecker [00:32:20]:

Finde ich gut.

Ritchie Pettauer [00:32:21]:

Vielen Dank für die Einladung und bis bald.

 

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