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Du möchtest einen Corporate Podcast für dein Business starten und stehst noch ganz am Anfang? Mit dieser Anleitung erhältst du alles was du braucht um deinen Marketing Mix um einen Podcast zu erweitern.

Am Anfang stehen wie immer jede Menge Fragen:

  • Wie fange ich an?
  • Warum brauche ich einen Podcast Hosting-Anbieter?
  • Welche Ausrüstung brauche ich?
  • Womit bearbeite ich meine Audio-Files?
  • Wo verbreite ich meinen Podcast?

Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Wie so oft im Leben ist der Anfang verwirrend. Als ich 2006 zu podcasten begonnen habe, ging es mir ganz ähnlich. Damals habe ich neue Folgen noch händisch in den RSS-Feed eingetragen, das geht heute deutlich einfacher von der Hand. Aber ich verspreche dir, die Lernkurve ist steil.

Um dir ein bisschen Schub zu geben findest du hier alles was du brauchst um durchzustarten. Natürlich wird es im Detail Dinge geben, bei denen du mit der Zeit deine eigenen Vorlieben entwickelst, aber im folgenden bekommst du einen soliden Überblick über alles was dich zum Corporate Podcaster macht.

 

Die Grundlagen deines künftigen Corporate Podcasts

Wähle ein Thema.

Dein Podcast sollte sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren.
Versuche, es so spezifisch zu machen, dass du in vielen Folgen (100+) darüber reden kannst, das Thema aber auch nicht zu allgemein ist und somit deine Zielgruppe nicht erreichen kann. Anstatt zum Beispiel ein “Business” Podcast zu machen, rede über Mitarbeitermotivation – oder noch spezifischer: Mitarbeitermotivation in Branche XY.

Stelle dir diese Fragen, wenn du dein Thema aussuchst:

  • Wie viel bedeutet dir dieses Thema?
    Wenn es nicht etwas ist, worüber du stundenlang reden kannst, fange nochmal von vorne an.
  • Wer sind deine Zuhörer?
    Denke darüber nach, welche Themen deine Zuhörer mögen würden.
  • Was ist dein Unterscheidungsmerkmal?
    Definiere dein Thema, um deine einzigartige Perspektive einzubringen.
  • Kann es monetarisiert werden?
    Überlege dir, wie dieses Thema zum Verdienst in der Zukunft führen kann.

 

Wähle das Podcast Format.

Podcast bestehend aus Monologen:
Ein Moderator spricht über sein Expertise oder seine Erfahrungen.

Podcast mit mehreren Moderatoren:
Zwei oder mehr Moderatoren diskutieren über ihre Expertise oder Erfahrungen.

Podcast basierend auf Interviews:
Ein Moderator interviewt eine Person und leitet das Gespräch über die Erfahrungen des Gastes

Podcast mit einem Forum:
Ein Moderator leitet eine Diskussion mit mehreren Teilnehmern zu einem Them

Podcasts mit Geschichten:
Fiktionale oder nicht-fiktionale Geschichten; ein Moderator erzählt eine Geschichte, oft mit Soundeffekten, Audiomaterial aus dem echten Leben und mit mehreren Stimmen

Du solltest ein einheitliches Format anstreben, um eine Zuhörerschaft aufzubauen. Wenn du die ganze Zeit dein Format änderst, verwirrst du deine Zuhörer und es wird schwer sein, ihr Interesse zu halten.

 

Wie wirst du deinen Corporate Podcast nennen?

Versuche die passenden Keywords zu deinem Thema zu finden. Denke darüber nach, wie deine Zielgruppe nach Informationen zu diesem Thema sucht. Benutze relevante Phrasen in deinem Podacasttitel, damit Leute dich schneller in den verschiedenen Podcast-Verzeichnissen finden können.

Dein Titel sollte gut klingen. Vergiss nicht, dass du den Namen in deinen Sendungen aussprechen wirst, und er auch geschrieben funktionieren sollte. Stelle sicher, dass es kein Zungenbrecher ist und du ihn klar aussprechen kannst.

Um Copycats zu vermeiden: sichere dir die Domain sowie Social Media Accounts mit demselben Namen: deine Website und Social Media Accounts sollten so gut wie möglich deinem Podcast Namen entsprechen, damit deine Zuhörer dich außerdem schnell finden können.

Mach es nicht zu kompliziert: Wenn du den Namen deines Corporate Podcasts deinen Zuhörern erklären musst, wähle lieber einen anderen.

 

Wie lange soll dein Corporate Podcast sein?

Beachte: Dein Ziel ist es, dass deine Podcast-Frequenz in die wöchentliche oder tägliche Routine deiner Zuhörer passt. Deine Folgen sollten lang genug sein, um die Information zu deinem Thema rüberzubringen und kurz genug, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht zu verlieren.

10 Millionen Podcasts wurden analysiert und die durchschnittliche Dauer ist 38 Minuten und 42 Sekunden. Die durchschnittliche Zeit bis zum Arbeitsplatz in den USA ist 26,4, in Detuschland 23 und in Österreich 21 Minuten und ist auch eine gute Maßeinheit für die Länge deines Podcasts.

Versuche, zwischen 18-30 Minuten hinzubekommen.

 

Titelbild deines Corporate Podcasts

Oft wird unterschätzt, wie wichtig ein qualitatives Design deines Podcast-Covers ist. Das Bild ist oft das erste, was neue Zuhörer sehen und es ist das erste, worauf Leute aufmerksam werden. Es ist wichtig, ein attraktives und relevantes Design zu verfolgen und damit herauszustechen. Schließlich zahlt dies auch auf deine Marke ein.

Das Titelbild ist das was Leute sehen, wenn du deinen Podcast bewirbst und es ist das, was sie sehen, wenn sie auf verschiedenen Plattformen nach Podcasts suchen. Unterschätze die Wichtigkeit nicht.

Dein Cover sollte folgenden Kriterien entsprechen:

  1. 3000×3000 Pixel Größe
  2. Keine zu kleinteiligen Schriftelemente (auf Smartphone-Displays kommen die nicht zur Geltung)
  3. Wenn Portraitfoto im Cover, möglichst groß Darstellen (Wiedererkennbarkeit)
  4. Titel des Podcast gut lesbar
  5. Das Cover sollte schnell erfassbar machen, worum es im Podcast geht

 

Du hast 3 Optionen:

  1. Mache es selber: abhängig von deinen Design-Skills zwar die günstigste, oft aber nicht die qualitativ empfehlenswerteste Variante. Zwar helfen Tools wie Canva, Adobe Spark Post oder Snappa bei der Erstellung von Grafiken – qualitativ wird man aber meist einen Unterschied zu professionell erstellten Covern erkennen
  2. Grafikvorlagen kaufen: Plattformen wie graphicriver.com bietet beispielweise Photoshop-Vorlagen an, die sich mit etwas Geschick in der Bildbearbeitung gut verwenden lassen und qualitativ oft recht schöne Ergebnisse hervorbringen.
  3. Bestelle bei einem professionellen Grafikdesigner: Natürlich ist dir der Weg zu einem Grafiker offen – hier wirst du im persönlichen Umgang wahrscheinlich das nachhaltigste Ergebnis bekommen. Alternativ kannst du es auch über einen Design-Wettbewerb bei Plattformen wie 99 Designs versuchen.

Ausstattung, Software, Hosting

Ausstattung

Welche Ausstattung brauchst du?
Zum Glück kostet eine Basis Podcast Ausstattung nicht allzu viel. Investiere in ein gutes Mikrofon, Pop-Filter und Kopfhörer.

  1. Mikrofon: Viele Podcaster empfehlen dynamische Mikrofone, da sie laute Geräusche besser verarbeiten und gut dafür geeignet sind, mehrere Leute aufzunehmen, ohne kleine Details aufzuzeichnen.Ich kann dir Audio-Technica AT2005USB am Anfang empfehlen.
    Wenn dir Kondensator Microphone besser gefallen (sie nehmen auch leise gut Geräusche auf und sind gut zum Aufzeichnen von einer Person), schau dir Audio-Technica an. Es ist bezahlbar und hat eine gute Qualität für den Anfang. Wenn du etwas mehr ausgeben kannst, kann ich Blue Yeti Microphone empfehlen. Es ist etwas teurer aber hat eine besonders gute Qualität.
  2. Kopfhörer: Geschlossene Kopfhörer ist das, was du zum Aufnehmen nutzen solltest. Kaufe keine offenen Kopfhörer, da das Mikrofon Geräusche auffangen wird. Es gibt viele tolle und bezahlbare Kopfhörer, wie Audio-Technica ATH-M30x Wenn du etwas teureres suchst: Sony MDR 7506.
  3. Pop-Filter: Ein Pop-Filter oder ein Windscreen verhindert Verschlusslaute. Probiere es mal aus, eine Hand vor deinem Mund zu halten, während du “Power” sagst- spürst du die Luft beim “P”? Genau davon beschützt du das Mikrofon. Du brauchst kein ausgefallen Pop-Filter zu kaufen, versuche dieses: HDE Microphone Pop.

 

Wenn du noch mehr Inputs zum Thema Ausrüstung möchtest. Unter https://theangryteddy.com/podcast-marketing habe ich einen Guide zusammengestellt, der alle Bedürfnisse vom Smartphone-Podcaster bis hin zum Corporate Podcast Office-Studio abdeckt.

 

Software

Aufnahme- und Bearbeitungssoftware

  1. Audacity: Für viele Podcaster ist Audacity die erste Aufnahme- und Bearbeitungssoftware für Anfänger. Es ist kostenlos und funktioniert auf PCs und Macs und man kann es schnell lernen. Es ist auch eine All-in-one Software. Du kannst Audio aufnehmen, es sofort bearbeiten und die fertige Episode in verschiedenen Dateiformaten exportieren. Der Nachteil: es arbeitet destruktiv, löscht du einen Teil eine Audiospur ist der weg – das kann nervig werden, wenn du viel bearbeitest
    https://www.audacity.de/
  2. Adobe Audition: Wenn du etwas komplexeres haben möchtest, ist Adobe Audition eine gute Wahl. Hier findest du neben jeder Menge Effekten, jede Menge an professionellen Einstellungen. Die Software ist auch als Einzelabo direkt bei Adobe zu beziehen
    https://www.adobe.com/at/products/audition.html
  3. Garage Band: die Einsteiger-Software für alle Mac User. Eine Basis-Software mit der du deine Podcasts schneiden und veröffentlichen kannst
    https://www.apple.com/at/mac/garageband/
  4. Hindenburg Journalist: mein Weapon of Choice, funktioniert auf PC und Mac und wurde für den journalistischen Einsatz entwickelt. Die Oberfläche ist aufgeräumt und schnelle Bearbeitung ausgerichtet. Kostet in der Standard-Variante um die € 85,-
    https://hindenburg.com/products/hindenburg-journalist

Extra Tipp: meine fertigen Aufnahmen lasse ich üblicherweise mit auphonic.com optimieren, zwei Stunden automatische Postproduktion pro Monat sind kostenlos.

Software für Remote-Aufnahmen

Wenn du Gäste bei deinem Podcast hast, die nicht bei dir im Studio sind, sondern am Rechner sitzen, brauchst du eine Software für Remote-Aufnahmen. Hier sind zwei top Optionen:

  1. Zencastr: Diese ist gut, weil du bis zu 8 Stunden im Monat kostenlos aufnehmen kannst. Danach musst du bezahlen. Für viele Podcaster sind 8 Stunden aber schon mehr als ausreichend.
  2. Squadcast: ein vergleichbarer Konkurrent, dafür gibt es aber auch ein paar hilfreiche Extras.

 

Hoster

Beim Hosting scheiden sich gerne die Geister – zu unterschiedlich ist das mittlerweile breit vorhandene Angebot

  1. Podbean: bietet unbegrenzte Hosting-Angebote mit unbegrenzter Bandbreite. Abgesehen davon, findest du Promotion-Tools, mit denen deine Episode automatisch auf allen Plattformen hochgeladen wird. Darüber hinaus bietet Podbean ein Werbungs-Marketplace an, wo es Möglichkeiten für Podcaster gibt, ihr Projekt zu monetarisieren. Sie haben auch ein kostenloses Angebot.
  2. Anchor: sehr beliebt da kostenlos. Das Problem ist aber, dass die Plattform deinen Feed kontrolliert und die Rechte auf deine Inhalte in deren Nutzungsbedingungen behalten. Im Vergleich zu anderen, kostenpflichtigen Anbietern, sind hier die Möglichkeiten und Optionen auch recht begrenzt. Dennoch kann es eine gute Option sein, wenn man gerade erst mit Podcasts anfängt.
  3. Libsyn: vergleichbar mit Podbean und oft meine Empfehlung für neue Corporate Pocasts
  4. Podigee: Hosting in Deutschland – vor allem für jene Interessant die auch die Datenschutzbestimmungen im Auge haben
  5. Blubbry: vor allem dadurch bekannt, weil auch das weit verbreitete WordPress-Plugin „Powerpress“ von diesem Hoster stammt..

 

Podcast-Verzeichnisse

Du möchtest deinen Podcast auf so vielen Plattformen wie möglich hochladen, damit dich Leute überall finden können und überall die Möglichkeit haben, dir zuzuhören. Lade dein Podcast zumindest bei allen großen Plattformen hoch. Hier die wesentlichsten aufgelistet:

  1. Apple Podcast
  2. Spotify
  3. Google Podcast
  4. Stitcher
  5. TuneIn
  6. YouTube
  7. PodBean
  8. RadioPublic
  9. Podchaser
  10. Castbox
  11. iPodder
  12. doubleTwist

 

Wachstum und Werbung

Zum Abschluss sind hier ein paar Anregungen, um deine Zuhörerschaft zu vergrößern. Abgesehen davon, dass du neue qualitative Folgen regelmäßig hochladen, ein gutes Coverbild haben und die richtige Ausstattung haben solltest, musst du auch mit Leuten über dein Podcast reden und zwar sehr viel! Erzähl davon deinen Freunden und deiner Familie! Erzähl es deinen Mitarbeitern! Bewerbe es überall in den sozialen Netzwerken. Trete Gruppen deiner Podcast Thematik bei und erzähle den Leuten dort von deinem Podcast!

Wenn du das Budget dafür hast, probiere auch Social Advertising aus. Solltest du eine Strategie für die Bewerbung deines Podcasts benötigen – du weißt wo du mich findest. Wenn du Hilfe bei deinem Podcast Marketing benötigst – unter https://theangryteddy.com/podcast-marketing findest du kompakt zusammengefasst, wie ich dir helfen kann

 

 

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